Einfach Präsentieren

Einfach präsentieren - Versuchungen widerstehen Iris Selke Coaching38

Einfach präsentieren - Versuchungen widerstehen

Einfach zu präsentieren heißt, der Versuchung zu widerstehen, uns hinter langen Listen von Bulletpoints, vollgepackten Folien, abgedroschenen Worthülsen und pompösen, nichtssagenden Fremdwörtern zu verstecken.
Stellen Sie sich mal vor, Sie hätten, und jetzt müssen Sie sehr stark sein – kein Powerpoint. Nur Sie, das Publikum – und natürlich Ihr Vortrag.
Denken Sie daran, dass 70% der Signale non-verbal übertragen werden: Blick, Stimme, Haltung, Gestik, Pausen sind sehr wichtig, um Ihren Zuhörern Sicherheit zu vermitteln. Und Sicherheit schafft Vertrauen. Und diese Sicherheit strahlen Sie am besten aus, wenn Sie auf möglichst viel verzichten, was Ihre Zuhörer von der Essenz Ihres Vortrages – der zentralen Idee – ablenkt.
Stellen Sie sich vor, Sie haben ein neues Vertriebsgebiet übertragen bekommen und Sie sollen eine Präsentation für die Vertriebsleiterin halten über Ihren Aktionsplan für  die ersten 90 Tage.
Was wollen Sie erreichen?
Das Vertrauen der Vertriebsleiterin gewinnen, dass Sie die richtige Wahl sind für die Stelle.

Was ist Ihre zentrale Idee?

Wir müssen in erster Linie die vorhandenen Kunden am Abwandern hindern.
Perfektion ist erreicht, wenn nichts mehr wegzunehmen ist. Dampfen Sie Ihren Vortrag ein auf einen einzigen Gedanken – Ihre zentrale Idee. Und nun arrangieren Sie Ihre Argumente und Fakten um diese zentrale Idee herum. Am besten, Sie nehmen ein Blatt Papier oder ein Flipchart. Sammeln Sie zunächst Ihre Gedankenzum Beispiel in einer Brainstorming-Phase und bringen Sie sie in eine logische Reihenfolge, bevor Sie Ihren Computer anstellen und und Folien entwerfen.

Was bedeutet Einfach Präsentieren?

Einfach zu präsentieren bedeutet, sich nicht zu verstecken:
  • Nicht hinter einer  Folienpräsentation mit vielen Aufzählungen
  • Nicht hinter einem Podium
  • Nicht in der Dunkelheit eines Vortragsraumes, in dem nur die Leinwand beleuchtet ist
  • Nicht hinter Worthülsen
  • Und vor Allem: Versuchen Sie, eine Verbindung zum Publikum aufzunehmen

Verbindung zum Publikum aufnehmen

Wenn Sie einfach präsentieren, geht es nicht in erster Linie darum, was Sie dem Publikum erzählen möchten.
Versuchen Sie sich bei der Vorbereitung in das Publikum hinein zu versetzen und fragen Sie sich, was das Publikum über das Thema Ihres Vortrages wissen möchte.

Zeigen Sie etwas von Ihrer Persönlichkeit

Harvey McKay schreibt in seinem Buch „Schwimm mit den Haien ohne lebending gefressen zu werden“: „Wenn du dein
Angebot mit deiner Persönlichkeit verknüpfst, wird dein Kunde auf deine Persönlichkeit reagieren.“ Das hat viel mit Vertrauen zu
tun. Scheuen Sie sich nicht, in Ihrem Vortrag auch Ihre persönliche Meinung, Ihren Standpunkt auszudrücken. Was hat das Thema mit Ihnen zu tun? Wie sind Sie betroffen durch das Thema? Was haben Sie selbst erlebt?

Aufrichtigkeit

Ihr Publikum hat einen besonderen Sinn dafür, Unehrlichkeit zu erkennen. Seien Sie aufrichtig in Ihrem
Vortrag. Tragen Sie nur Dinge vor, von denen Sie überzeugt sind.

Erzählen Sie Geschichten

Geschichten sind immer gut, weil sie die menschliche Seite zeigen. Die Zuhörer können sich mit den
handelnden Personen identifizieren und sehen die emotionale Seite des Themas.

Visualisieren Sie

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – diese alte Weisheit vergessen wir leider nur zu oft, wenn wir eine
Präsentation vorbereiten. Geschichten, Vergleiche und andere sprachliche Bilder sind wichtig, damit sich das Publikum das Gesagte
besser vorstellen kann und um Emotionen auszulösen und das Publikum so noch besser in den Vortrag einzubinden.

Achtsam präsentieren

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit nackten Füßen einen steinigen Strand entlang. Sie werden viel
vorsichtiger gehen und Ihre Umwelt – sprich – den Boden vor Ihnen aufmerksamer betrachten, als wenn Sie in Wanderschuhen unterwegs wären. Während der Präsentation geht es darum, dass Sie Ihr Publikum und seine Reaktionen aufmerksam betrachten. Wenn Sie in lauter fragende Gesichter schauen, sollten Sie das Tempo verlangsamen und eventuell im Thema etwas zurückgehen, um einige Punkte zu wiederholen. Wenn es die Situation zulässt, können Sie auch die Zuhörer fragen, ob etwas unklar geblieben ist. Sie halten die Präsentation für das Publikum und nicht für Sie. Nutzen Sie die Gelegenheit der Interaktion mit dem Publikum, um Informationen zu vermitteln, die vielleicht nicht im Handout stehen.

Körpersprache beachten

Dies ist ein Punkt, den Sie am besten in einem Seminar bearbeiten. Wie Sie auf andere wirken, probieren Sie
am besten aus. Es gibt viele Bücher über dieses Thema, aber meine Erfahrung ist, dass die beschriebenen Techniken den Leser eher
verunsichern, als dass sie ihm weiterhelfen. Das Feedback Ihres Trainers und der Gruppe sind sehr wichtig, um die Körpersprache zu
entwickeln. In der geschützten Atmosphäre eines Seminars können Sie auch verschiedene Dinge ausprobieren.

Spannung aufbauen

Sie können z.B. die PULS-Technik anwenden, um Ihrem Vortrag Struktur und einen Spannungsbogen zu
geben.
P – Problem → die Bestandskunden könnten abwandern
U – Ursache → Vertrauensverhältnis zum vorigen Vertriebsmitarbeiter
L – Lösung → Schnell Kontakt mit den Kunden aufnehmen nach Prioritäten
S – Sonstiges/Alternativen → Gedankenlos den Verkaufsplan des vorherigen Stellenihabers verfolgen
Iris Selke Coaching38

Einfach präsentieren - Verbindung zum Publikum aufbauen

Zusammenfassung

Mit einem sicheren Auftreten und einem Vortrag, der einem Spannungsbogen folgt, werden Sie die Zuhörer auch „einfach“ – ganz ohne Powerpoint – in Ihren Bann ziehen und überzeugen.
In unseren Seminaren und Coachings über Präsentationstechnik lernen Sie anhand von Kurzvorträgen und anderen Übungen, die Signale der Sicherheit auszustrahlen, Ihren Vortrag zu strukturieren und auch ohne Powerpoint zu visualisieren.
Fordern Sie gern unser Skript „Präsentationstechnik“  an: E-Mail: info@coaching-38.de

Weiterlesen:

Buch: Presentation Zen von Garr Reynolds
Buch: Harvey McKay:  Schwimm mit den Haien ohne lebendig gefressen zu werden

Bringen Sie Spannung in Ihren Vortrag – die PULS-Technik

Feuerwehrwagen auf dem Weg in den Einsatz. Coaching38

Wecken Sie das Interesse Ihrer Zuhörer mit der PULS-Technik

Vorträge sind interessanter für das Publikum, wenn das Spannungsniveau im Verlauf des Vortrags variiert. Während bloße Aufzählungen von Produkteigenschaften leicht ermüdend wirken, bewirkt ein nach den Regeln der Dramaturgie geschickt aufgebauter Spannungsbogen, dass wir dem Vortrag gespannt folgen.

Dramaturgie ist in unserer Vorstellung jedoch eher im Bereich Theater oder Film angesiedelt als im Bereich der Präsentationstechnik, und deshalb beschäftigen wir uns im Allgemeinen nicht damit. Gibt es denn Techniken, die relativ schnell erlernbar sind und uns helfen, unsere Vorträge interessanter zu machen?

Ja, die gibt es. Eine dieser Techniken ist die PULS-Technik (siehe auch G. Richard Shell und Mario Moussa: The Art of Woo, Penguin Books, 2007).

Mit der PULS-Technik bauen Sie einen Spannungsbogen im Vortrag auf, indem Sie ein den Zuhörern bekanntes Problem darstellen und das Publikum über die Ursache zur Lösung führen.

P         Problem
U         Ursache
L          Lösung
S         Sonstiges / Alternativen 

So funktioniert die Technik:

P         Problem
Greifen Sie ein Problem auf, das Ihre Zuhörerschaft kennt, und das für sie im täglichen (Arbeits-) Leben relevant ist. Nehmen Sie dabei die Perspektive Ihres Publikums ein. Es geht hier nicht um Ihre Probleme, sondern um die Ihres Publikums.
Zitate sind eine sehr gute Möglichkeit, diesen Punkt darzustellen.

U         Ursache
Gehen Sie den Ursachen des Problems auf den Grund und denken Sie bei der Auflistung der Punkte schon an die Lösung, die Sie anschließend präsentieren.

 L          Lösung
Präsentieren Sie die Lösung für das Problem Ihrer Zuhörer, und knüpfen sie dabei an die Punkte an, die Sie im vorherigen Abschnitt präsentiert haben.

 S         Sonstiges / Alternativen
Stellen Sie hier alternative Lösungsansätze vor, die Sie vielleicht im Verlauf der Untersuchung oder Produktentwicklung erwogen haben, aber schließlich verwerfen mussten, weil Sie ja nun die ultimative Lösung gefunden haben. Vielleicht benutzt ja einer Ihrer Marktbegleiter immer noch einen dieser suboptimalen Lösungsansätze?

 Beispiel:

P Dr. Peter Zahn aus der Zahnweiß-Forschung erklärt: „Zahnbelege sind ein ernstes Problem“
U Die Ursache ist oft das ungenügende Putzen der Zähne. Hier geht es sowohl um die Dauer als auch um die angewandte Technik. Es werden Zahnbereiche ausgelassen, in denen Zahnbelege auftreten.
L  Wir haben deshalb eine neue elektrische Zahnbürste entwickelt mit einem automatischen Timer. Die Bürste schaltet sich automatisch nach Erreichen der vorgegebenen Putzzeit aus. Zudem bewegt sich der Bürstenkopf, um ein optimales Putzergebnis zu erzielen.
S Manuelles Putzen wird oft zu schnell beendet und die Bürste wird auch nicht in der optimalen Weise über die Zähne geführt. Auch ältere elektrische Zahnbürsten erreichen bei Weitem nicht die Putzergebnisse unserer Neuentwicklung.

Die PULS-Technik können Sie als Checkliste verwenden, um einen Spannungsbogen in Ihrem Vortrag aufzubauen. Sie können sie sogar mehrfach in einer Präsentation verwenden. Einer der großen Vorteile ist, dass diese Technik schnell erlernbar ist. Außerdem nehmen Sie bei der Formulierung des Problems automatisch die Perspektive Ihrer Zuhörer ein und formulieren das Problem aus ihrer Sicht.

 Lesen Sie mehr über die PULS-Technik und andere Tipps und Tricks in unserem Skript, dass Sie kostenlos per Mail bei uns anfordern können:
B. Stolte: Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure. Umfang: 12 Seiten
E-Mail: info@coaching-38.de

Weiterlesen: Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure

Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure

Viele Techniker und Ingenieure sind hervorragende Fachleute. Ich bin immer wieder positiv überrascht, wie schnell sich neue Kollegen in komplizierte technische Sachverhalte einarbeiten können.

Wenn Techniker und Ingenieure Präsentationen halten haben sie offenbar Angst, für leichtgewichtige Industrieschauspieler gehalten zu werden und stopfen ihre Präsentation mit Zahlenfriedhöfen, komplizierten Diagrammen und zuviel Text voll. Ein atemloser, zu schneller Redefluss machen es oft zusäzlich schwierig, den Sachverhalt zu erfassen und das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.

Präsentationen wirksam gestalten

Techniker werden in der Ausbildung darauf getrimmt, Dinge sachlich richtig und vollständig darzustellen. Eine Präsentation zielt jedoch darauf ab, das Publikum zu überzeugen, um zum Beispiel ein Forschungsprojekt weiter zu finanzieren oder ein Produkt zu verkaufen. Entsprechend muss ich die Fakten auswählen und den Vortrag aufbauen.
Zwei einfache Fragen sollten wir uns beim Aufbau unserer Präsentation immer wieder stellen (Zen oder die Kunst der Präsentation):
– Was ist mein wichtigster Punkt?
– Warum ist dieser Punkt so wichtig für das Publikum?
Durch die persönliche Präsenz habe ich die Möglichkeit, noch während des Vortrags die Reaktion des Publikums wahrzunehmen, Feedback abzuholen, Zweifel auszuräumen und gegebenenfalls einzelne Punkte zu vertiefen oder zu wiederholen. Ansonsten kann ich doch auch einen schriftlichen Bericht herumschicken!

Präsentations-Training

Schon ein relativ kurzes Kommunikationstraining hilft, den Aufbau von Präsentationen zu verbessern, Stress abzubauen und die Vortragenden mit mehr Sicherheit auszustatten.
Das Training für Techniker besteht aus drei Stufen:
1. Trainieren von Grundfertigkeiten (Sprechdenken, Atmung, Stegreifrede,…)
2. Feedback in der Gruppe geben und empfangen
3. Konkretes Training im Hinblick auf die zu erwartende Situation: Kundenpräsentation, interner Vortrag etc.
Neben der Vorbereitung auf die Vortragssituation lernen die teilnehmenden Techniker und Ingenieure durch das Geben und Annehmen von Feedback auch, auf Kommunikationssignale bei sich und anderen zu achten.
Die Seminare werden individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens oder der Institution abgestimmt. Dieses Training für Techniker und Ingenieure haben wir inzwischen für mehrere Firmen durchgeführt. Auch Einzelcoaching ist möglich.

Aufbau der Präsentation

Genau wie ein Theaterstück oder ein Buch besteht auch eine Präsentation aus drei Teilen:
Einleitung, Hauptteil und Abschluss.
In der Einleitung holen Sie Ihre Zuhörer ab. Es gibt verschiedene Arten der Einleitung. Sehr gut funktioniert häufig eine Episode oder Anekdote als Einstieg, die dem Zuhörer das Thema des Vortrages anhand einer Geschichte näherbringen. Auch ein Zitat – am besten von Ihrem Kunden – ist sehr wirksam.
Im Hauptteil ist es wichtig, einen Spannungsbogen aufzubauen, z. B. mit der PULS-Technik. (Weiterlesen: Bringen Sie Spannung in Ihren Vortrag mit der PULS-Technik).
Als Abschluss können Sie das Gesagte zusammenfassen oder auch einen Appell zum Handeln aussprechen. Das hängt vom Zewck Ihres Vortrages ab.

Skript

Fordern Sie gern unser Skript kostenlos per Mail an:
B. Stolte: Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure. Umfang: 16 Seiten im PDF-Format
E-Mail: info[at]coaching-38.de

Mach´s nicht zu glatt

Auf einer Veranstaltung an der Uni in der vorletzten Woche stellten sich drei Firmen vor: Eine Firma zeigte einen professionellen Imagefilm, eine weitere hielt eine allgemeine Firmenpräsentation, gespickt mit Zahlen und Produkteigenschaften. Am besten gefiel den Studenten die dritte Präsentation, die kurz war und auf Stichworte einging, die von den Studenten vorher an eine Pinnwand geschrieben worden waren. Außerdem arbeitete der Referent mit Selbstironie und Humor. Für diese Präsentation gab es hinterher das beste Feedback.

Wir werden nicht immer die Zeit haben, für jeden Anlass eine komplette neue Präsentation zu schreiben und können sicher auf einen großen Fundus zurück greifen. Aber auch wenn ich die Standard-Firmenpäsentation als Grundlage benutze, passe ich sie jeweils in Stil und Inhalt an das Publikum an: Besteht das Publikum aus Technikern, Studenten, Kaufleuten oder Kommunalpolitikern? Was ist das Ziel der Präsentation? Nachwuchswerbung, Überblick über das Lieferprogramm für einen potenziellen Kunden oder eine Unternehmensvorstellung für einen Topmanager?

Die Vorbereitung

In jedem Fall sollten wir uns in der Vorbereitung diese beiden Fragen stellen:
• Was ist mein wichtigster, zentraler Punkt?
• Warum ist dieser Punkt für das Publikum so wichtig?

Auch wenn wir uns die größte Mühe bei der Vorbereitung und dem Vortrag einer Präsentation geben, werden beim Publikum nur ein oder zwei Punkte unserer Präsentation haften bleiben. Und diese ein oder zwei Punkte werden je nach Publikum verschieden sein und wir müssen uns in der Vorbereitung darauf konzentrieren, diese Punkte herauszuarbeiten und auch für den Anlass überflüssige Folien hinaus zu werfen.

Zu den zentralen Punkten überlege ich mir eine kleine Story oder habe einige zusätzliche Details parat, um sie plastischer und anschaulicher zu machen. Nutzen Sie auch die einmalige Gelegenheit, die Interaktion mit dem Publikum während der Präsentation zu nutzen, um Ihren zentralen Punkt „rüberzubringen“. Achten Sie auf die Reaktionen, gehen Sie auf das Publikum ein.

Vertrauen schaffen

Und denken Sie daran, dass Verträge zwar zwischen Unternehmen geschlossen werden, alle Geschäfte aber zwischen Menschen zustande kommen. Bleiben Sie authentisch, nutzen Sie die Möglichkeit, mit der Präsentation Vertrauen bei Ihrem Publikum aufzubauen.

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Zen oder die Kunst der Präsentation: Mit einfachen Ideen gestalten und präsentieren

Blog-Artikel: Einfach Präsentieren