Infografiken im Guerillamarketing

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

… ist eine alte Weisheit. Und diese Weisheit gilt auch im online-Zeitalter. Ungefähr ein Viertel der Besucher dieser Homepage kommt über eine einzige Infografik auf unsere Seite, nämlich diese hier:Feedback Regeln

Das sind jeden Monat mehrere Hundert Besucher. Wenn Sie „Feedback geben“ bei Google eingeben und dann in der Suchmaschine auf den Reiter „Bilder“ gehen, sehen Sie diese Grafik ungefähr auf Platz 4. Die Platzierung der Grafik bei Google wechselt natürlich ab und zu ein wenig, aber unser Bild wird immer hoch gerankt. Und somit ist die beliebteste Seite neben der Homepage seit langer Zeit der Artikel von 2011 über „Richtig Feedback geben„, in dem das Bild vorkommt.

Und auch ein anderes Bild ist ganz beliebt, nämlich ein Mindmap über Vokabeln. Dieses Bild bringt zwar nicht viel zusätzlichen Traffic auf die Seite, wurde aber woanders zitiert und verbreitet das Logo von inlingua (unser anderer Geschäftsbereich) auf diese Weise. Ich bin zwar absolut kein Experte für die Suchmaschinenoptimierung und das online-Marketing, aber diese beiden Beispiele zeigen für mich, dass man mit relativ einfachen Mitteln einiges erreichen kann, um

  • den Traffic auf der eigenen Seite zu steigern
  • die Marke bekannt zu machen

Die Google-Crawler, die ständig das Internet absuchen, können zwar keine Bilder sehen soweit ich weiß, aber sie können die Informationen wie „Alternativtext“ und „Beschreibung“ lesen. DIese Informationen geben Sie Ihren Bildern beim Einbinden in die Website mit.

Ich benutze seit mehreren Jahren Google Analytics. Dabei schaue ich mir natürlich an, wieviele Leute monatlich unsere Seiten besuchen. Daneben ist mir auch wichtig, welche Seiten besonders populär sind. Das führt manchmal zu Überraschungen: Oder hätten Sie gedacht, dass viele Leute beim Thema Feedback geben nach Bildern suchen? Seitdem ich das weiß, mache ich mir nun  bei jedem Thema Gedanken darüber, wie ich es bildlich umsetzen kann.

Tipps

Grundsätzliches

  • Wenn Sie Ihre Website optimieren, denken Sie an aussagekräftige Bilder
  • Visualisieren Sie abstrakte Inhalte zum Beispiel durch Mindmaps
  • Füllen Sie möglichst alle verfügbaren Felder wie zum Beispiel „Beschreibung“ oder Alternativtext“ mit relevanten Informationen, wenn Sie die Bilder in die Seite einfügen.
  • Erstellen Sie Infografiken wenn möglich selbst und benutzen Sie keine gekauften Fotos
  • Wenn Sie doch Fotos ankaufen, nehmen Sie keine 08-15-Fotos aus den Bilddatenbanken.
  • Wenn Sie Fotos kaufen, aber selbst keine Zeit für die Datenbankrecherche haben, beauftragen Sie lieber Ihre Werbeagentur als Ihre Webagentur mit der Recherche (meine Erfahrung, vielleicht sehen Sie das anders)
  • Benutzen Sie Google Analytics oder ein anderes Tool um zu analysieren, was die Besucher auf Ihrer Seite interessant finden, wo sie wie lange verweilen etc.
  • Machen Sie ein Seminar oder lesen Sie ein Buch über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und eignen Sie sich mindestens die Grundbegriffe davon an.

Wie finden Sie Themen für Grafiken und Abbildungen?

  • Interessante Tabellen und Gegenüberstellungen
  • Besonders interessant sind Tatsachen, die dem Alltagsverständnis (dem „normalen“ Menschenverstand) zuwiderlaufen
  • Zahlen, Daten Fakten (in Maßen)
  • Randthema: Grafisch aufbereitete Links auf Ihrer Seite bringen mehr Klicks als purer Text ist meine Erfahrung, zum Beispiel die nachfolgende kleine Grafik: Verweisen Sie auf neue Produkte oder vorhandene Produkte, die Sie stärker bewerben möchten mit einem grafischen Link auf Ihrer Homepage, so wie auf dieser Seite.

Bewerbungstraining kostenlos auf AktivierungsgutscheinSie brauchen nicht unbedingt ein spezielles Programm, um Infografiken zu erstellen. Ich benutze meistens Powerpoint, speichere die Seite als JPG-Datei ab und passe die Größe und den Bildausschnitt in einem einfachen Fotobearbeitungsprogramm an. Die Software gab es kostenlos beim Kauf meiner Digitalkamera. Alle Grafiken und Abbildungen in diesem Artikel habe ich selbst erstellt. Kann man sicher besser machen, aber die Dinger wirken :-).

Oder Sie beauftragen einen Profi mit der Erstellung Ihrer Grafiken. Das mache ich für besonders aufwändige Grafiken oder wenn es besonders schön werden soll.

Guerilla-Marketing für Selbstständige

Was hat nun dieser Artikel auf dem Coaching-Blog zu suchen? In den letzten Wochen habe ich mit vielen Leuten über das Thema Selbstständigkeit gesprochen und ich finde, das Thema Infografiken ist ein hervorragendes Tool, um als Existenzgründer im Sinne des Guerilla-Marketing mit wenig Geld viel Lärm zu machen.

Und Sie werden sehen, wie leicht Sie z.B. durch grafisch aufbereitete, auffällige Links die Besucherströme auf Ihrer Seite gezielt lenken können.

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Was gibt es Neues

Was gibt es Neues?

Neuigkeiten ziehen immer

Neuigkeiten ziehen immer

Klicken Sie auch so gern auf  „News“ oder „Aktuelles“ auf Unternehmens-Websites?

Diese Seiten gehören nach meiner Erfahrung zu den am häufigsten angeklickten Seiten auf Unternehmens-Homepages. Peinlich nur, wenn die neueste Meldung sechs Monate alt oder noch älter ist oder in einem Jahr überhaupt nur drei oder vier Meldungen erschienen sind.

Da die Seiten so oft angeklickt werden sind sie eine hervorragende Möglichkeit, um die Besucher der Homepage über neue Entwicklungen oder kürzlich abgeschlossene Projekte zu informieren. Die einzelne Meldung muss gar nicht so lang sein. Die Gesamtheit der Meldungen  im letzten Jahr gibt einen sehr guten Eindruck davon, womit sich das Unternehmen beschäftigt und was die aktuellen Entwicklungen sind. Dieser Absatz ist z.B. 120 Wörter lang und es dauert ungefähr 25 Sekunden ihn zu lesen. Viel mehr Zeit haben Ihre Besucher sowieso nicht für eine einzelne Meldung.

Auch für Ihre Facebook-Seite

Die Tipps in diesem Artikel eignen sich natürlich auch für Ihre Facebook-Präsenz. Auch diese Seiten leben davon, dass Sie Ihre Abonnenten regelmäßig informieren und auf dem Laufenden halten. Und Sie können übrigens auch mit wenig Aufwand relativ zielgerichtet Werbung auf Facebook betreiben und so Ihre Meldungen hervorheben. Meiner Erfahrung nach erzeugen Sie mit guten Meldungen auf Facebook eine relativ gute virale Wirkung, aber ich konnte noch nicht feststellen, aus wievielen der „Liker“ und „Teiler“ tatsächlich zahlende Kunden werden.

Und wenn es sich um eine Neuigkeit von allgemeinem Interesse handelt, können Sie auch Ausschnitte aus Ihrer Meldung oder eine abgewandelte Fassung davon in entsprechenden Fachforen auf Facebook oder auch Xing posten oder als Pressemitteilung herausgeben.

Die Checkliste

Es gibt fast immer etwas zu sagen. Gehen Sie doch einfach mal die folgende Checkliste durch und ich bin sicher, dass Ihnen Dinge aus Ihrem eigenen Unternehmen einfallen, die berichtenswert sind:

  • Welche interessanten Aufträge haben Sie in den letzten vier Wochen bekommen?
  • Welche interessanten Projekte haben Sie fertig gestellt?
    – Interne Projekte
    – Projekte für Kunden
  • Referenzen, Rückkopplungen von Kunden
  • Hat das Unternehmen kürzlich Auszeichnungen gewonnen?
  • Gibt es neue Qualifikationen oder Zertifizierungen?
  • Hat das Unternehmen an einem Sportwettbewerb teilgenommen, z.B. einem Firmenlauf?
  • Gibt es Aktivitäten im Bereich Sponsoring/Charity?
  • Nimmt das Unternehmen an Ausstellungen teil (Ausblick / Rückblick)
  • Sind Schlüsselpositionen im Unternehmen neu besetzt worden?
    Wenn ja welche, was waren die Gründe, Details über die neue Person, Hintergrund der Neubesetzung
  • Gibt es neue Produkte, die vorgestellt werden sollen?
  • Wie ist das Jahr bisher gelaufen, wie ist der Ausblick?
  • Gibt es neue Partnerschaften / Kooperationen?
  • Geplante Events
  • Sonderangebote / Sonderposten / Saisonaktionen (z.B. Wintercheck beim Auto)

Sehr viele Besucher Ihrer Homepage möchten wissen, was es bei Ihnen Neues gibt. Deshalb ist die News-Seite so wichtig. Auf der News-Seite haben Sie die Möglichkeit, die Besucher in sachlicher Form auf diejenigen Dinge hinzuweisen, die IHNEN wichtig sind und die gleichzeitig wegen der Neuheit einen hohen Informationswert für die Besucher der Homepage haben. Und Sie können dies besonders wirkungsvoll in Form von kleinen Geschichten tun.

Natürlich können Sie von der Meldung auf die entsprechende Produktseite oder eine andere Seite verlinken.

Wo ist das Problem?

Es gibt nicht viele Mitarbeiter, die in vertretbarer Zeit einen Artikel in veröffentlichungsfähiger Form abliefern können. Oft steht ihnen auch ihr eigener Perfektionismus im Wege. Dazu kommt: In technisch ausgerichteten Unternehmen gehört technischer Sachverstand dazu, Meldungen zu verfassen. Nun sind Techniker und Ingenieure meistens fest  in ihre Projekte eingebunden und haben weder die Zeit noch die Neigung dazu, News-Meldungen zu verfassen. In diesem Fall wenden Sie sich an Dienstleister, die diese Aufgabe gern für Sie übernehmen.

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Pflegen Sie Ihre Kunden! 

Pflegen Sie Ihre Kunden!

Facebook und Twitter sind nicht alles! Längst nicht alle unsere Kunden und Interessenten nutzen diese Medien und sie sind auch nicht für alle Arten der Unternehmenskommunikation geeignet. Die Pflege des Kundenstamms und eine professionelle Verwaltung und Nutzung der Kundendaten sollten immer noch tragende Säulen im Marketingmix sein.

Customer Relationship Management Coaching38

Customer Relationship Management

Gerade für Freiberufler sowie kleinere und mittlere Unternehmen sind an den eigenen Stamm von Kunden und Interessenten gerichtete Direktwerbemaßnahmen nach wie vor wichtige Kommuniktionsmittel. Klassische Werbemaßnahmen in Zeitungen etc. haben relativ hohe Streuverluste und eine kaum bis gar nicht messbare Wirksamkeit. Die derzeitigen Kunden und Interessenten des Unternehmens sind dagegen meistens aufnahmebereit für Informationen über neue Produkte, Events, Sonderangebote und Ähnliches. Deshalb können wir bei diesen Zielgruppen gute Werbeergebnisse bei geringen Streuverlusten erwarten.

Hierzu speichern wir die Daten von Kunden und Interessenten im Unternehmen. Heutzutage werden diese Daten natürlich elektronisch in CRM-Systemen (Customer-Relationship-Management) aufbewahrt.

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes selbst geschriebenes CRM-System Anfang der Neunziger Jahre auf Basis einer PC-Datenbanksoftware. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Für jeden Anspruch gibt es heute passende Standardpakete vom einfachen Kontakt-Managementprogramm bis zum ausgefeilten Paket mit Schnittstellen zur Auftragsabwicklung, Servicemanagement und so weiter.

Das Verblüffende ist: Die Kommunikationsmittel sind heute andere, E-Mails haben Briefe und Telefaxe großenteils abgelöst. Vom vertrieblichen Standpunkt her funktionierte mein selbstgestricktes System aber fast genauso gut wie heutige Standardprogramme!

Die technischen Eigenschaften der Software sind eben nur eine Seite der Medaille. Mindestens ebenso wichtig ist es, die Mitarbeiter zum aktiven Mitarbeiten am „Customer Relationship Management“ zu motivieren und vor allem langfristig bei der Stange zu halten.

Wie bei anderen DV-Systemen auch ist es hier unbedingt erforderlich, in den Fachabteilungen Mitarbeiter zu identifizieren, die als Key-User tiefergehende Kenntnisse der Software und ihrer Handhabung haben, das System neuen Kollegen erklären, mit der DV an der Weiterentwicklung arbeiten und ihren Kollegen insgesamt bei der Handhabung zur Seite stehen. Natürlich sollten auch die Führungskräfte mit dem System arbeiten und somit ihre Vorbildfunktion wahrnehmen.

Gern beraten wir von Coaching38 Sie bei der Einführung und Optimierung Ihres CRM-Programms:
Software braucht Soft skills!

P.S.: Schicken Sie doch Ihren Kunden mal einen Newsletter. Sie haben nichts Neues zu melden? Das gibt´s nicht. Fordern Sie einfach per Mail oder telefonisch unseren kostenlosen NewsCreator-Fragebogen an und kommen Sie auf Ideen für Ihren nächsten Newsletter.

Kundenbegeisterung in Zeiten des Web 2.0

Freundliche, engagierte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für Kundenzufriedenheit
Freundliche, engagierte Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für Kundenzufriedenheit

Auch in Zeiten des Web 2.0 sind einige lang bekannte Wahrheiten aus der Marketinglehre weiterhin gültig. Beim Marketing geht es letztendlich darum, den Nutzen des Kunden an der Geschäftsbeziehung in den Mittelpunkt der eigenen Überlegungen zu stellen. Deshalb bevorzuge ich auch den Begriff der Kundenbegeisterung gegenüber dem Begriff der Kundenbindung. Kundenbindung ist von innen (wir) nach außen (unser Kunde) gedacht, und nicht aus der Sicht der Kunden: Kunden wollen begeistert, nicht gebunden werden.

Unsere Kunden sind heute in der Lage, sich in einer Kaufsituation innerhalb kürzester Zeit viele Informationen zu beschaffen. Unter den verfügbaren Informationen sind auch viele Erfahrungsberichte von Kunden. Insofern, aus der Sicht des Unternehmens betrachtet, sind heute viel mehr und ehrlichere Infos über unsere Kunden und ihre Zufriedenheit verfügbar als vor den Zeiten von Web 2.0.

Wie können die Unternehmen nun diese Informationen nutzen?

Neben den Informationen über die Zufriedenheit der Kunden gibt es im Internet natürlich auch Informationen über neue Trends in der Kundennachfrage, die den Unternehmen gezielte Anregungen für Weiterentwicklungen ihrer Produkte und Dienstleistungen geben.

Um langfristig erfolgreich zu sein sollten die Unternehmen die Informationen aus dem Web ins reale Leben übersetzen, eventuelle Kritikpunkte der Kunden aufgreifen und entsprechende Maßnahmen  ableiten, umsetzen und kommunizieren.

Ein wichtiger Punkt dabei ist, die Mitarbeiter für Kundenzufriedenheit zu begeistern. Durch die Markttransparenz sprechen sich gute und schlechte Erfahrungen schnell herum. Eine Studie (Vgl. Griffig, S.210) hat gezeigt, dass drei Voraussetzungen für hohes Engagement bei Mitarbeitern gegeben sein müssen:

1. Ein rationales Verstehen der Ziele und der Werte des Unternehmens
2. Eine emotionale Bindung an die Organisation
3. Der Willen, die eigenen Aufgaben gut zu erfüllen und auch darüber hinaus gehende Aufgaben wahrzunehmen

Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter wollen Leistung erbringen, wenn sie sich mit den Zielen und Werten identifizieren, sich in der Organisation wohlfühlen und auch Möglichkeiten der Einflussnahme sehen.  Ein gutes Betriebsklima allein genügt also nicht. Das alleinige Pochen auf Leistung aber auch nicht.

Genau wie die Kunden wollen die Mitarbeiter wissen, wofür das Unternehmen steht. Und im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter werden langfrstig gesehen diejenigen Unternehmen vorne liegen, die nach außen und nach innen ein glaubwürdiges, konsistentes Bild abgeben und die Interessen von Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen am besten erfüllen.

Umsetzung in der Praxis

Zunächst einmal ist es wichtig heraus zu arbeiten, welches die Ziele und die Werte des Unternehmens sind. Und dann kommt es darauf an, diese Ziele und Werte an die Mitarbeiter zu vermitteln. Jeder kennt die Tafeln, auf denen die Unternehmens-Vision abgedruckt ist, die in Foyers von Unternehmen hängen und an denen jedermann achtlos vorbeiläuft. Viel effektiver sind Workshops, auf denen Mitarbeiter aller Hierarchiestufen herausarbeiten, was die Ziele und Werte für den eigenen Aufgabenbereich bedeuten.

Und um langfristig erfolgrreich zu sein, gehört auch ein Kultur des Feedbacks dazu: Was bewegt die Mitarbeiter? Womit sind sie zufrieden? Was sehen sie als Schwachstellen im Unternehmen?

Literatur zum Thema:
Jill Griffin: Taming the Search and Switch Customer, San Francisco 2009
In drei Schritten zum Markterfolg