Selbstständigkeit

Mehr Sicherheit durch Selbstständigkeit!

Einen guten Job aufgeben, um sich selbstständig zu machen? Als ich vor knapp drei Jahren meinen Entschluss verkündete, nach über 20 Jahren im Unternehmen meinen gut bezahlten Manager-Job zu kündigen um die inlingua-Sprachenschule in Braunschweig zu kaufen, hielten mich wahrscheinlich viele Bekannte für völlig verrückt.

Und auch statistisch gesehen machen sich immer weniger Leute selbstständig. Angesichts eines guten Arbeitsmarktes und sinkender Arbeitslosenzahlen wagen immer weniger Deutsche den Schritt in das Unternehmertum.

Häufig werde ich gefragt, wie ich denn mit der Unsicherheit umgehe. Nun, mehr Sicherheit zu haben, war für mich ein Grund, mich von dem vermeintlich sicheren Angestelltendasein zu verabschieden. Das klingt erstmal unlogisch, oder? Aber die Firma, in der ich beschäftigt war, ist eine Tochtergesellschaft einer mittelständischen Unternehmensgruppe im Maschinen- und Anlagenbau. Nachdem ein großes Projekt in den USA schief gelaufen war, stand die gesamte Gruppe vor großen finanziellen Problemen.

Und auch in anderen Unternehmen gibt es immer wieder Krisen und Umstrukturierungen mit Freisetzungen von Mitarbeitern. Wo ist also die viel beschworene Sicherheit im Angestelltendasein? Dann bin ich doch lieber selber dafür verantwortlich, dass am Monatsende das Gehalt kommt!

Schritt für Schritt

Vielen schien mein Schritt auch sehr abrupt, denn sie kennen die Vorgeschichte nicht: Mein Absprung in die Selbstständigkeit kam nicht plötzlich, sondern war von langer Hand vorbereitet.

Wenn man wie ich über 40 ist (inzwischen sogar über 50) und Familie hat, dann gibt es natürlich viele laufende Ausgaben, die jeden Monat beglichen werden müssen. Auf der anderen Seite hat sich im Laufe der Berufstätigkeit ein gewisses finanzielles Polster angesammelt, das den Schritt in die Selbstständigkeit leichter macht als bei jungen Leuten, die eben noch nicht viel Eigenkapital zur Gründung und zur Überbrückung der ersten Monate angesammelt haben.

Nebentätigkeit als Start

Die große Frage ist natürlich am Anfang, ob die Geschäftsidee trägt und ein regelmäßiges Einkommen einbringen kann. Ein guter Weg um dies herauszufinden ist, zunächst neben der Tätigkeit als Angestellter das eigene Geschäft in Teilzeit aufzubauen.

Der Weg in die SelbstständigkeitWenn man nicht gerade ein Einzelhandelsgeschäft oder eine Tankstelle eröffnen will, wird dies auch gut möglich sein. Viele Dienstleistungsgeschäfte lassen sich sehr gut mit der Berufstätigkeit vereinbaren. Übrigens erfolgen inzwischen knapp 60% aller Gründungen in Deutschland im Nebenerwerb (Quelle: Studie des Bundeswirtschaftsministeriums von 2013).

Natürlich benötigen Sie dafür die Genehmigung Ihres Arbeitgebers, aber die bekommen Sie in der Regel, wenn Sie nicht gerade mit ihm in Konkurrenz treten wollen. Und dann kann es losgehen. Eventuell müssen Sie ein Gewerbe beim zuständigen Ordnungsamt anmelden. Vielleicht haben Sie schon ein Paar Kunden an der Hand, ansonsten müssen Sie Ihr neues Geschäft bekannt machen.

Freie Mitarbeit

Wenn Sie in einem Dienstleistungsberuf tätig sein möchten, können Sie vielleicht als freier Mitarbeiter in einem bestehenden Unternehmen starten. Dann können Sie es sich sparen, eine eigene Werbekampagne zu starten, sondern sie können bei einem Profi unterschlüpfen und erste Erfahrungen in der neuen Tätigkeit sammeln. Eine Gefahr dabei ist, dass das Auftragsverhältnis als Scheinselbständigkeit angesehen werden kann.

Die andere Gefahr ist, dass Sie später eventuell als Wettbewerber zu Ihrem Auftraggeber auftreten werden. Diese „Gefahr“ ist aber den meisten Auftraggebern bewusst. Solange Sie aber keine Kunden mitnehmen und auch nicht das Unternehmen Ihres Auftraggebers ausspionieren, ist aus meiner Sicht nichts dagegen einzuwenden, eine freie Mitarbeit als „Sprungbrett“ in die eigene Selbstständigkeit zu nutzen.

Der Absprung

Die Skalierbarkeit

Nachdem Sie sich einige Zeit nebenberuflich betätigt haben und Ihr Geschäft (hoffentlich) gewachsen ist, können Sie den nächsten Schritt überlegen:

  • Würde Ihnen die Tätigkeit auch noch Spaß machen, wenn Sie sie den ganzen Tag ausüben würden?
  • Können Sie das Geschäft so weit ausbauen, dass Sie davon leben können?
  • Ist die Geschäftsidee zukunftssicher?
  • Wie sieht es mit dem Wettbewerb aus?
  • Haben Sie finanzielle Reserven, um die Anfangsphase zu überbrüclen?

Bei mir war es so, dass ich nach ungefähr einem Jahr als nebenberuflich Selbstständiger „Blut geleckt“ hatte und mit Überlegungen angefangen habe, wie ich mein damaliges Geschäft ausbauen kann.

Übernahme oder Neugründung

Eine Neugründung kam für mich aber für den Schritt in die Vollerwerbs-Selbstständigkeit nicht infrage, weil ich die Anlaufzeit als zu lang eingeschätzt habe und inzwischen meine finanziellen Reserven aufgebraucht gewesen wären.

Aber zum Glück gibt es Börsen für die Übernahme von Unternehmen wie z.B. https://www.nexxt-change.org. Auf dieser Plattform kann man regional, nach Branche und anderen Kriterien Unternehmen suchen, die zum Verkauf stehen.

Eventuell kann auch die jeweilige kommunale Wirtschaftsförderung helfen. In Braunschweig kümmert sich zum Beispiel die Allianz für die Region gezielt um dieses Thema.

Lesen Sie zum Thema „Unternehmensübernahme“ den zweiten Teil unserer Serie zur Selbstständigkeit.

Nützliche Links

Gründungsmythen der Selbstständigkeit
Nebenberuflich in die Selbstständigkeit
10 Schritte zur Firmengründung
Welche Eigenschaften und Fähigkeiten brauche ich als Selbstständiger
Öffentliche Förderung für Gründer nach dem Recht der Arbeitsförderung

 

Ich hasse Zeitmanagement

Projektpläne, Aufgabenlisten und Maßnahmenpläne sind ein Gräuel für mich. Viel lieber würde ich spontan arbeiten und auf die spontanen Ideen und Eindrücke eingehen, die jederzeit auf mich einströmen. Aber leider ist eine spontane Arbeitsweise absolut nicht effektiv: Gute Ideen sind keine Mangelware. Wir sehen es täglich: Es ist viel schwerer, Vorhaben erfolgreich umzusetzen als Ideen zu entwickeln. Eine professionelle Arbeitsweise verlangt eine gute Planung.

 

Eine effektive Arbeitsweise hat zwei Facetten:

 

  1. Vorhaben effektiv umsetzen
  2. Die eigene Arbeit managen

 

In diesem Artikel geht es um das erste Thema, über Selbstmanagement lesen Sie im nächsten Beitrag.

Projektplanung

Wie können wir Ideen und Vorhaben auf eine sichere Art und Weise realisieren? Organisieren Sie alles, was Sie beruflich oder privat anpacken als Projekt.

In diesen Einzelprojekten können Sie jede relevante Information in eine der folgenden drei Kategorien einteilen:

  • Maßnahmen
  • Ideenspeicher
  • Nützliche Informationen

 

Die wichtigste Kategorie sind hierbei die Maßnahmen. Alle nötigen Aktionen, die nicht in Maßnahmenplänen stehen und mit klaren Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Terminen versehen ist, wird  früher oder später vergessen. Dies gilt gerade für alle Vorhaben, an denen mehrere Menschen mitarbeiten.

 

Die Grundform eines Maßnahmenplanes ist relativ einfach und besteht aus den Spalten

  •  Nr.
  • Maßnahme
  • Verantwortlich
  • Starttermin
  • Endtermin

Durch die Nummerierung können Sie die Maßnahmen hierarchisch gliedern und ordnen.

Maßnahmen

Maßnahmen sind der wichtigste Teil der Umsetzung. Für eine Maßnahme darf immer nur eine Person verantwortlich sein. Und die Maßnahmen müssen klar terminiert sein.

 

Ideenspeicher

In jedem Projekt kommen in der Umsetzung weitere Punkte auf, die den Charakter von Maßnehmen haben, allerdings im Moment nicht umgesetzt werden sollen. Diese Ideen können aber später in diesem oder einem anderen Projekt eventuell weiterhelfen. Notieren Sie diese Ideen in einem separaten Verzeichnis.

Nützliche Informationen

In diesem Verzeichnis notieren Sie alle Informationen, die nicht direkt in Maßnahmen umgesetzt werden, aber eventuell für das Vorhaben auch relevant sind: Informationen über das Kundenunternehmen, rechtliche Rahmenbedingungen, Konkurrenzinformationen, Namen von Ansprechpartnern bei Partnerunternehmen etc.

 

Kreative Phasen

Beispiel für ein Mindmap mit einem fiktiven Marketingplan

Beispiel für ein Mindmap

Informationsüberflutung ist zu einem Modewort geworden ist und viele Berufstätige  schimpfen über die Überflutung mit E-Mails. Das heißt aber nicht, dass uns die nötigen Informationen von selbst zufliegen.

 

Kreativtechniken wie Mindmap oder Brainstorming sind weiterhin relevant. Eine bewusst eingeplante Phase der Kreativität speziell am Anfang eines Projektes oder eines Vorhabens ist sehr wichtig, bevor ein Maßnahmenplan geschrieben wird. Diese kreativen Phasen helfen uns, mehrere Facetten der Idee zu entdecken. Wenn wir uns zu früh auf einen Weg festlegen, dann übersehen wir vielleicht eine bessere Lösung.

 

Um alle Facetten eines Projektes zu erfassen, finde ich das Mindmap besonders effektiv. Sie haben nicht nur die einzelnen Arbeitspakete im Blick, sondern sehen auch die Zusammenhänge und die hierarchische Struktur der Aufgaben.

 

Effektivität geht vor Effizienz: Bevor Sie effizient einen Baum hochklettern müssen Sie sicher sein, dass es der richtige Baum ist! David Allen drückt es so aus: „Das erste Ziel bei der Aufgabenplanung ist es, alle Dinge zu erfassen, die getan werden müssen.“ Danach erst geht es darum, zu priorisieren.

 

 

Hindernisse überwinden

 Hier lesen Sie, wie Sie die Hindernisse überwinden, die sich auf Ihrem Weg befinden.

Weiterlesen

David Allen: Gettig Things Done – The art of stress-free productivity, ISBN 978-0-14-200028-1, New York, 2001

Scott Belsky: Making Ideas Happen, ISBN 978-1-59184-312-2, New York 2010

Wenn Chefs mit sich selber kuscheln

Self hugging oder Selbstumarmung ist die natürliche Tendenz anzunehmen, dass unsere Werte das größte Glück nicht nur für uns selbst, sondern potenziell für alle sind“ schreibt Steven Reiss in einem Artikel für Psychology Today. Nicht alle Menschen haben die gleiche Motivationsstruktur. Was zunächst banal klingt, hat erhebliche Auswirkungen im betrieblichen Alltag. Beispielsweise reagieren viele Chefs mit Unverständnis, wenn ihre Mitarbeiter nicht genauso begeistert Veränderungsprozesse in ihrem Unternehmen oder ihrer Organisation begleiten wie sie selbst.

Was ist passiert? Der Chef ist in die Falle des Self Hugging getappt und schließt von sich und seiner eigenen Motivation nahtlos auf die vermeintlichen Bedürfnisse seiner Mitarbeiter. Während aber der Chef die Veränderungsprozesse in Gang setzt und für sich als Mittel zur Selbstverwirklichung sieht, sehen die betroffenen Mitarbeiter sich durch die Veränderungen in ihrem Sicherheitsbedürfnis bedroht.

Denn Struktur gibt Sicherheit, und wenn die Struktur sich ändert, fällt ein Stück Sicherheit weg. „Die Welt um mein Unternehmen ändert sich, und deshalb muss sich auch mein Unternehmen (meine Organisation) ändern. Wie kommt es, dass meine Mitarbeiter neue Organisationsformen ablehnen?“, fragen mich zuweilen Manager beim Coaching. Nun, Mitarbeiter ziehen im Allgemeinen mit, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind:

Sie wissen, was von Ihnen erwartet wird.
Sie können ihre neuen Pflichten erfüllen.
Sie wollen die Veränderung und sehen einen Sinn darin.

Wissen
Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Mitarbeiter mindestens wissen, welchen neuen Herausforderungen sie gegenüber stehen und was genau von Ihnen erwartet wird. In der Praxis jedoch scheitern Veränderungsprozesse oft schon an diesem vermeintlich einfachen Schritt.

Können
Haben die Mitarbeiter die nötige Ausbildung oder benötigen sie eventuell noch eine Fortbildung, um ihre neuen Aufgaben erfüllen zu können. Wie ist die Einarbeitung geregelt?

Wollen
Die Mitarbeiter werden sich neuen Herausforderungen gern stellen, wenn sie dadurch ihre eigenen Ziele erreichen können. Auch wenn wir den Mitarbeitern genau erzählen, was wir von ihnen erwarten und wir sicher sind, dass sie die nötigen Qualifikationen haben, werden sie häufig nicht mitziehen, wenn sie den Sinn der Veränderungen für sie selbst nicht erkennen. Hier hilft es, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen und die Mitarbeiter an den Veränderungsprozessen zu beteiligen. Die Führungskräfte sollten sich darauf beschränken, die Ziele vorzugeben und die nötigen Maßnahmen durch die Mitarbeiter ausarbeiten lassen. Dies hat gleich mehrere Vorteile:
– Entlastung der Führungskraft
– Bessere Identifikation der Mitarbeiter mit den Maßnahmen
– Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
– Bessere Qualität der Entscheidungen und damit höhere Produktivität, da die Mitarbeiter im
Allgemeinen besser über ihr Arbeitsgebiet Bescheid wissen als die Vorgesetzten

Besonders der letzte Punkt ist häufig für Vorgesetzte schwer zu akzeptieren. Aber heute im Zeitalter der Wissensökonomie „werden zunehmend gut ausgebildete Arbeitskräfte eingesetzt, die auf Basis einer qualifizierten Fachausbildung eigenverantwortlich und selbständig entscheiden und handeln können“ (Cernavin, Ebert, Keller, 2007). Und das know how entwickelt sich in vielen Branchen derart rasant, dass die Vorgesetzten schnell den Kontakt zum Stand der Technik verlieren, wenn sie sich eine Zeitlang mit Führungsaufgaben beschäftigt haben und nicht mehr so häufig an Fachfortbildungen teilnehmen.

Wenn die Mitarbeiter an den Veränderungen maßgeblich beteiligt sind, haben die Vorgesetzten die Chance, echte Win-Win-Situationen zu schaffen. Und die längere Zeit bei der Ausarbeitung der Maßnahmen wird bei Weitem aufgewogen durch die gesparte Zeit bei der Umsetzung und vor Allem durch ersparte Diskussionen.

Der Rat an die Führungskräfte ist also, einfach mal loszulassen und auf die Fachkenntnis der Mitarbeiter zu vertrauen. Die Mitarbeiter werden das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen. Natürlich muss die Führungskraft den Prozess begleiten und die Mitarbeiter entweder selbst oder durch einen externen Berater coachen, wenn der Prozess ins Stocken gerät oder unerwartete Schwierigkeiten auftauchen.

Quellen:
Steven Reiss: http://www.psychologytoday.com/blog/who-we-are/201002/self-hugging-believing-your-values-can-make-others-happy
Oleg Cernavin, Bärbel Ebert, Stefan Keller – Service Engineering und Prävention – Innovationsstrategie für die Dienstleistung Prävention. Wiesbaden 2007

Lesen Sie hier, wie eine intakte Unternehmenskultur Ihrem Geschäft auf die Sprünge hilft

Der Mythos vom Unternehmer

McDonald´s Filiale in Miami Beach

McDonald´s Filiale in Miami Beach

Das Buch The E-Myth Revisited: Why Most Small Businesses Don’t Work and What to Do About It
von dem US-Autor Michael E. Gerber ist auf eine altmodische Weise sympathisch: Keine Diagramme oder Grafiken, wenige Listen mit Bulletpoints. Vielmehr eine zusammenhängende Geschichte, die sich durch das ganze Buch zieht: Anhand des Kleinunternehmens „All about Pies“ erklärt der Autor seine Philosophie. Abgesehen von der manchmal etwas störend betulichen Erzählweise des altersweisen Autors bietet das Buch eine Menge Inspiration zur Führung von kleinen Unternehmen:

1. Die verschiedenen Rollen des Unternehmers

Der zukunftsgerichtete Enterpreneur, der immer den neuen Entwicklungen auf Kundenseite nachspürt und im Hinblick auf das eigene Unternehmen analysiert. Der vergangenheitsorientierte Manager, der Prozesse strukturiert, Gesetzmäßigkeiten anhand der Zahlen aus der Buhhaltung erkennt und Ordnung im Unternehmen hält. Und der im Hier und Jetzt agierende Techniker, der mit den technischen Fragen der Produktrealisierung beschäftigt ist.

Ganz schön viel für eine einzelne Person, oder? Diesen Spagat hinzubekommen, schafft kaum jemand optimal. Und deshalb ist es auch gut, zu delegeieren und sich auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen Ihre Stärken liegen.

2. Warum McDonald auch als Vorbild für Kleinunternehmen taugt

Viele Selbständige haben das zutreffende Gefühl „Wenn ich nicht hier bin, läuft in meinem Laden alles verkehrt“. Und warum ist dieses Gefühl zutreffend? Weil – gemäß dem Buch – die Angestellten nicht genau wissen, was zu tun ist, weil die Unternehmensprozesse unzureichend beschrieben und dokumentiert sind. Genau das ist das Erfolgsgeheimnis des Franchise-Konzepts von McDonald – die Prozesse sind so genau beschrieben, dass sie nach kurzer Einarbeitungszeit von Ungelernten beherrscht werden. Jeder weiß genau, was seine Aufgabe ist und was er von seinen Kollegen erwarten kann. So solle – so das Buch – auch jeder Selbständige sein Unternehmen beschreiben, selbst wenn er keine Franchise-Kette aufziehen will.

Auch wenn am Anfang der Name des Unternehmers in jedem Kästchen des Organigramms steht, kann er bei anstehenden Neueinstellungen den Kandidaten genau erklären, für welche Funktion und mit welchen Aufgaben sie oder er eingestellt werden soll. Dies entlastet den Unternehmer davon, im Arbeitsalltag immer wieder neue ad-hoc-Lösungen zu finden und führt letztendlich auch zu höherer Kundenzufriedenheit, da der Kunde ein reproduzierbares Arbeitsergebnis auf einem definierten Qualitätsstandard erhält.

Fazit

Der erfolgreiche Unternehmer ist also kein Supermann, der auf wundersame Weise viele Bälle gleichzeitig jongliert, sondern jemand, der seine Stärken kennt und sich dort Hilfe holt, wo er selbst Defizite hat. Denn mehrere Rollen müssen besetzt werden, um langfristig Profite zu erwirtschaften und am Markt zu bleiben.

Gern sind wir Ihnen behilflich, um Ihr ganz persönliches Profil zu erarbeiten.