Feedback Regeln

Geben Sie Feedback, aber richtig

Feedback zu geben ist ein sehr mächtiges Kommunikationsinstrument. Ich erinnere mich an ein Personalgespräch bei einem Klienten, in dem es um fortgesetztes Fehlverhalten einer Mitarbeiterin ging. Diese Kollegin säte ständig Zwietracht im Team, stellte sich bewusst außerhalb auf und störte die Atmosphäre massiv.

In dem Personalgespräch stritt sie zwar ab, dass sie sich so verhält, verhielt sich aber auf genau die Weise, die ihre Kollegen so massiv auf die Palme brachte. Die Mitarbeiterin aus dem Personalbüro unterbrach die hitzige Diskussion und die Rechtfertigungsschleifen mit der einfachen Frage: Darf ich Ihnen Feeedback geben? und schilderte ihre Eindrücke aus dem eben geführten Gespräch. Damit war die Hitze aus der Diskussion genommen, die gegenseitigen Vorwürfe und Rechtfertigungen waren beendet mit diesem kleinen Ausflug auf die Ebene der Meta-Kommunikation. Und die Mitarbeiterin bekam den Spiegel vorgehalten.

Feedback-Regeln

Es gibt einige Feedback-Regeln, die Sie beachten sollten, um Feedback möglichst effektiv sein zu lassen. Frühzeitiges Feedback kann Ihnen helfen, Situationen zu entschärfen, ein Aufschaukeln negativer Emotionen zu vermeiden und insgesamt zu einer angenehmeren Arbeitsatmosphäre beizutragen. Und last but not least hilft das Feedback Ihrer Gesprächspartner Ihnen auch besser einzuschätzen, wie Sie auf Ihre Umgebung wirken. Und damit haben Sie Ansätze, an sich zu arbeiten.

Erbitten Sie Feedback in möglichst vielen Situationen und geben Sie aktiv Feedback. Beim Geben sollten Sie wie in dem Beispiel die Genehmigung Ihres Gesprächspartners erbitten.

Feedback in Besprechungen

Fragen Sie doch am Ende von Besprechungen, ob die Teilnehmer ihre Gesprächsziele verwirklicht sehen, was ihnen gefallen hat und was verbessert werden kann. Das gibt Ihnen wertvolle Hinweise für die Gestaltung der nächsten Meetings. Unproduktive Meetings sind eine der größten Geldvernichtungsmaschinen im Geschäftsleben. Und Feedback hilft Ihnen, Ihre Besprechungen zu verbessern. Das bringt bares Geld.

Machen Sie es sich zur Regel, mit positiven Punkten anzufangen, wenn Sie selbst Feedback geben. So zeigen Sie Ihre Wertschätzung gegenüber Ihrem Gesprächspartner.

Mehr als „Gefällt mir“

Sie sehen, Feedback ist viel mehr, als den „Gefällt mir“ Button auf Facebook zu klicken. Auch wenn das eine in letzter Zeit sehr beliebte Form des Feedbacks ist. Und Feedback in Form des „Gefällt mir“ Buttons zeigt uns: Kritik oder Feedback muss nicht immer weh tun, sondern sollte in erster Linie aufbauend sein.

Einsatz in Seminaren

Bei meinen Workshops und Seminaren, z.B. beim Workshop über Präsentationstechnik habe ich immer eine Einführung in das Geben und Nehmen von Feedback im Programm. Die praktische Übung des wertschätzenden Feedbacks (Positives zuerst) schärft den Blick auf das Verhalten der anderen Teilnehmer und regt die Selbstreflektion an. Und die Einübung des Nehmens und Gebens von Feedback lässt uns mit Kritik entspannter umgehen und macht uns bewusst, dass „Verhalten täglich neu lebbar ist und jederzeit geändert werden kann, ohne dass ich mich als Person hinterfragen muss„, wie Wilfried Scheschy und Gerald Geretschläger in ihrem Buch „Systemisch verkaufen: Neue Wege Kunden zu gewinnen“ schreiben. Indem wir „negative“ Kritik als Hinweis auf Verbesserungspunkte begreifen können wir sie in unseren persönlichen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung einbauen und konstruktiv nutzen.

Praktische Übung

Fangen Sie doch gleich mit dem Feedback geben an, und hinterlassen Sie unten einen Kommentar :-).

Mehr lesen

Blog-Artikel über verschiedene Arten des Feedbacks: http://dabo57.wordpress.com/2011/12/02/ber-feedback/

1 Kommentar

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  1. Danke vielmal für das verlinken meines Artikels :-)

    Möchte ergänzend anfügen, dass es in meinem Blog-Artikel um die verschiedenen Arten des Feedbacks auf meinem Blog bei WP geht, und dass die aufgezeigten Möglichkeiten …
    – nicht abschliessend sind, je nach Blogdienst und auch bei WP gibt es sicher noch andere Möglichkeiten
    – nicht in jedem Blog so sein müssen, also davon abhängen, was der einzelne Blogger einstellt bzw. aktiviert

    Danke für das Interesse
    Gruss, Daniel