McDonald´s Filiale in Miami Beach

McDonald´s Filiale in Miami Beach

Das Buch The E-Myth Revisited: Why Most Small Businesses Don’t Work and What to Do About It
von dem US-Autor Michael E. Gerber ist auf eine altmodische Weise sympathisch: Keine Diagramme oder Grafiken, wenige Listen mit Bulletpoints. Vielmehr eine zusammenhängende Geschichte, die sich durch das ganze Buch zieht: Anhand des Kleinunternehmens „All about Pies“ erklärt der Autor seine Philosophie. Abgesehen von der manchmal etwas störend betulichen Erzählweise des altersweisen Autors bietet das Buch eine Menge Inspiration zur Führung von kleinen Unternehmen:

1. Die verschiedenen Rollen des Unternehmers

Der zukunftsgerichtete Enterpreneur, der immer den neuen Entwicklungen auf Kundenseite nachspürt und im Hinblick auf das eigene Unternehmen analysiert. Der vergangenheitsorientierte Manager, der Prozesse strukturiert, Gesetzmäßigkeiten anhand der Zahlen aus der Buhhaltung erkennt und Ordnung im Unternehmen hält. Und der im Hier und Jetzt agierende Techniker, der mit den technischen Fragen der Produktrealisierung beschäftigt ist.

Ganz schön viel für eine einzelne Person, oder? Diesen Spagat hinzubekommen, schafft kaum jemand optimal. Und deshalb ist es auch gut, zu delegeieren und sich auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen Ihre Stärken liegen.

2. Warum McDonald auch als Vorbild für Kleinunternehmen taugt

Viele Selbständige haben das zutreffende Gefühl „Wenn ich nicht hier bin, läuft in meinem Laden alles verkehrt“. Und warum ist dieses Gefühl zutreffend? Weil – gemäß dem Buch – die Angestellten nicht genau wissen, was zu tun ist, weil die Unternehmensprozesse unzureichend beschrieben und dokumentiert sind. Genau das ist das Erfolgsgeheimnis des Franchise-Konzepts von McDonald – die Prozesse sind so genau beschrieben, dass sie nach kurzer Einarbeitungszeit von Ungelernten beherrscht werden. Jeder weiß genau, was seine Aufgabe ist und was er von seinen Kollegen erwarten kann. So solle – so das Buch – auch jeder Selbständige sein Unternehmen beschreiben, selbst wenn er keine Franchise-Kette aufziehen will.

Auch wenn am Anfang der Name des Unternehmers in jedem Kästchen des Organigramms steht, kann er bei anstehenden Neueinstellungen den Kandidaten genau erklären, für welche Funktion und mit welchen Aufgaben sie oder er eingestellt werden soll. Dies entlastet den Unternehmer davon, im Arbeitsalltag immer wieder neue ad-hoc-Lösungen zu finden und führt letztendlich auch zu höherer Kundenzufriedenheit, da der Kunde ein reproduzierbares Arbeitsergebnis auf einem definierten Qualitätsstandard erhält.

Fazit

Der erfolgreiche Unternehmer ist also kein Supermann, der auf wundersame Weise viele Bälle gleichzeitig jongliert, sondern jemand, der seine Stärken kennt und sich dort Hilfe holt, wo er selbst Defizite hat. Denn mehrere Rollen müssen besetzt werden, um langfristig Profite zu erwirtschaften und am Markt zu bleiben.

Gern sind wir Ihnen behilflich, um Ihr ganz persönliches Profil zu erarbeiten.

2 Kommentare


× 4 = 28

Abbrechen

  1. Ich habe vor kurzem erfahren daß über 65% von Mc Donald´s Umsatz mit Soft Drinks erwirtschaftet wird.

    Es lebe Cross Selling!

    Hier ein Besipiel:

    Lets say it costs 50 cents to make that double cheese burger. So they make about 50 cents profit on each burger, but that’s not the idea. The idea is every customer will order other things thru common sense and suggestive selling.

    Let’s say I’m the cashier, and you order 2 double cheese burgers.

    I say – „Sir, would you like an order of fries or a cold soda to go with your burgers?“ You agree to buy a large Coke. I just increased the sale.

    Sales volume goes up, and they make more $$$.

  2. Der Artikel spricht mir aus der Seele: Natürlich weiß man als Kleinunternehmer, das man kein Supermann/frau ist und irgendwie kennt man auch seine Defizite, oder bekommt sie manchmal schmerzhaft zu spüren.
    Mir würde ein offener Austausch mit anderen sehr helfen. Allerdings habe ich in der Vergangenheit häufig erlebt, dass andere den Austausch scheuen. Stichwort: Ich lass mir nicht in die Karten schauen.
    Anregung,Ideen, Veränderung gelingt aber nur, wenn man sich in die Karten schauen läss.
    Was soll denn da schon Geheimnisvolles sein ?
    Der Artikel hat mich angeregt, mich erneut um Austausch mit anderen zu bemühen.