Vokabeltraining leicht gemacht

Vokabeltraining mit Mind maps

Vokabeltraining mit Mind maps

 

Die Mind map ist nicht nur eine seit vielen Jahren bewährte Kreativtechnik, Sie ist auch ein tolles Mittel, um Vokabeln zu lernen und zwar sowohl zu Hause als auch in der Gruppe.

Zum Vokabellernen mit Mind maps gehen Sie folgendermaßen vor:
Nehmen Sie ein leeres Blatt und schreiben Sie einen Begriff in die Mitte, z.B. holiday.
Von diesem zentralen Begriff gehen dann Strahlen aus z.B. mit where, when, how, with whom.

Besonders in einer Lerngruppe macht dieser Prozess viel Spaß. Sie können diese Methode natürlich auch benutzen, wenn Sie Stichworte für einen Aufsatz über ein bestimmtes Thema schreiben wollen. Mit der Mind map erarbeiten Sie sich nur die Stichworte, sondern Sie sehen die Struktur des Aufsatzes auch gleich bildlich vor sich und müssen „nur noch“ die Reihenfolge der Abschnitte festlegen und den Text ausformulieren.

Und Sie werden überrascht sein, wie viele Wörter und Begriffe Ihnen mit Hilfe dieses graphischen Verfahrens einfallen.
Ein großer Vorteil bei Mind maps gegenüber dem reinen Brainstorming ist, dass Sie sich von vornherein eine Struktur geben und somit schneller zusammen hängende Begriffe finden können. Auf völlig neue Dinge werden Sie allerdings beim Mind mapping nicht so leicht stoßen wie beim Brainstorming.

Kennzeichen und Vorteile des Verfahrens:

• Es erlaubt einen visuellen Überblick über ein Thema.
• Durch seine spezifische Art ist es hirngerechter.
• Die Kombination von logischem und bildhaft – assoziativem Denken regt unser Hirn an.
• Die Stoffmenge eines Mindmaps ist verglichen mit unserer linearen Arbeitsweise enorm.
• Das Erinnerungsvermögen wird durch Mindmaps stimuliert, womit der Lerneffekt verstärkt wird.
• Es macht Spaß, Mindmaps zu zeichnen und lernen mit Spaß ist besseres Lernen.

Weiterlesen:

http://www.focus.de/schule/lernen/lernhilfen/tid-27520/englisch-mit-wortnetzen-vokabeln-lernen_aid_721095.html
http://www.dialog-consult.com/DCNL/PDF/DCNL008.PDF

Empfohlene Seiten:

English for Professionals

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser des Coaching Blog,

sicher haben Sie sich schon gewundert, dass seit dem letzten Artikel schon über vier Wochen vergangen sind.

Das liegt daran, dass wir dem Coaching einen weiteren Geschäftszweig hinzugefügt haben: Wir haben am 01.10.2012 die Inlingua-Sprachschule in Braunschweig übernommen. Die Schule besteht seit mehr als 50 Jahren und verfügt über ein hochqualifiziertes und erfahrenes Lehrerkollegium.

Die Inlingua-Gruppe ist mit mehr als 350 Schulen der größte Zusammenschluss unabhängiger Sprachschulen weltweit.

Unser Programm umfasst:

  • Fremdsprachenausbildung ausschließlich durch Muttersprachler nach der bewährten Inlingua-Methode
  • Deutsch als Fremdsprache für ausländische Fach- und Führungskräfte
  • Übersetzungen von allen Sprachen in alle Sprachen
  • Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten / Wirtschaftsübersetzer

Alle unsere Kurse finden als Einzelunterricht oder in Kleingruppen statt. Die Inlingua-Methode gibt unseren Kunden jederzeit konkrete Informationen über den Ausbildungsstand. Firmenunterricht erteilen wir auch gern in den Räumen unserer Kunden. Unser Einzugsgebiet umfasst neben Braunschweig auch Wolfsburg und die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel, Goslar, Salzgitter, Peine und Gifhorn.

Für Sie als unsere Kunden bedeutet dies, dass wir Ihnen in Zukunft einen noch umfassenderen Service bieten können: Die deutsche Wirtschaft ist zu einem großen Teil exportorientiert. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um mit den ausländischen Kunden „ins Gespräch zu kommen.“ Und für die wachsende Zahl ausländischer Fachkräfte in Deutschland sind fundierte Deutschkenntnisse für Beruf und Freizeit fast unabdingbar.

Unsere Coaching-Aktivitäten laufen wie gewohnt weiter. Feste Buchungen liegen bereits vor für Führungskräfte-Workshops und ein Projektmanagement-Seminar. Und die Räume der Inlingua in der Innenstadt von Braunschweig stehen uns als Seminarräume natürlich auch für das Coaching zur Verfügung.

Viele Grüße

Bernd Stolte

Coaching38

Was Kunden und Mitarbeiter wirklich bindet

Coaching Harley Davidson

Harley Davidson: Kundenbindung par excellence

In seinem bemerkenswerten Buch „Start with Why“ arbeitet der amerikanische Autor Simon Sinek heraus, dass es nicht Rabatte oder neue technische Details sind, die Kunden langfristig an ein Unternehmen binden. Kurzfristig ist auch die Wirkung von Boni und Prämien auf die Mitarbeiter. Dagegen kommt langfristige Loyalität  auf, wenn die Kunden und Mitarbeiter die Vision des Unternehmens teilen. So kultiviert Apple seit vielen Jahren das Image, die Marke der Individualisten zu sein, die sich gegen die breite Masse stellen. Es geht also um Inspiration und nicht Manipulation, wenn langfristige Loyalität bei Kunden und Mitarbeiter das Ziel eines Unternehmens ist.

Harley Davidson hat es mit seinem Easy-Rider-Image geschafft, eine so treue Fangemeinde hinter sich zu scharen, dass viele Anhänger sich das Firmenlogo eintätowieren lassen. Die Qualität der Produkte oder des Services ist in solchen Fällen nicht mehr das ausschlaggebende Argument. Bei so treuen Fans geht es nicht mehr darum, ob ein Produkt der Marke gekauft wird, sondern welches.

Und dann wird auch klar, warum manche Produkte „floppen“: Der Phaeton von VW ist eben kein Volkswagen, kein Auto für die breiten Massen. Deshalb passt er nicht zum Image, zur tragenden Idee der Marke und fristet seit vielen Jahren ein Schattendasein, obwohl er technisch mindestens gleichwertig mit den Konkurrenzmodellen von BMW, Audi und Mercedes ist.

Die tragende Idee ist wichtiger als die Produkte

Die Produkte sind Ausdruck der tragenden Idee, und nicht das wichtigste Merkmal, das ein Unternehmen kennzeichnet. Deshalb ist Apple sowohl bei Computern erfolgreich als auch bei MP3-Playern und Handys, denn die tragende Idee des Individualismus manifestiert sich für die Fans in allen diesen Produkten. Und bei Harley Davidson kommen immerhin 12% der Umsätze aus Merchandising-Produkten.

Und wenn Mitarbeiter fühlen, an einem höheren Zweck als der Maximierung des Unternehmensgewinns mitzuarbeiten, dann gibt dies ihrer Arbeit Sinn und die Mitarbeiter kommen motiviert zur Arbeit. Neulich habe ich von Arbeitern einer Werft gelesen, die jedes Mal, wenn ein neues Schiff angefangen wurde, einen Glückspfennig unter den Kiel gelegt haben. Alle waren stolz, an dem stolzen Schiff mitzuarbeiten. Heute werden in dem Betrieb Teile für Windkraftanlagen hergestellt, der alte „Spirit“ ist weg. Kein Pfennig wird mehr unter die ersten Stahlteile gelegt, die zusammen geschweißt werden. „Wir sind jetzt ein normaler Industriebetrieb“ sagt der Betriebsleiter fast bedauernd. Schade, dass alle in dem Unternehmen das als Abstieg empfinden, denn die Windkraft und damit die Energiewende ist doch auch ein „höheres Ziel“.

Die Vision muss leben

Und das ist ein weiterer Aspekt dem auch Sinek in seinem Buch Raum gibt: Es genügt nicht, eine Vision zu haben, sondern sie muss auch wirksam und unaufhörlich kommuniziert werden und sich in allem manifestieren, was das Unternehmen und alle seine Angehörigen sagen und tun. Und deshalb reicht eben ein Ferdinand Piëch als Visionär an der Spitze des Volkswagen-Konzerns eben nicht aus, sondern es braucht einen Martin Winterkorn, der die Visionen effizient und zielgerichtet umsetzt.

Die Konsistenz des Warum (die tragende Idee), das Wie (Prozesse) und das Was (die Produkte) müssen konsistent miteinander sein. Widersprüche werden von Kunden und Mitarbeitern sofort wahrgenommen und führen zur Entfremdung und zum Verlust der Loyalität.

Das Leitbild

Zu definieren, wofür unser Unternehmen steht ist nicht nur für Großunternehmen wichtig, sondern für jede Firma, denn die Märkte und ihre Anforderungen ändern sich. Passt ein bestimmtes neues Produkt oder ein bestimmter Kunde zu uns oder überwiegt der langfristige Schaden den kurzfristigen Gewinn?

Literatur

  • Simon Sinek: Start With WHY, Portfolio Trade, Reprint 2011
  • SPIEGEL 33/2012: Letzter Ausweg Offshore, S. 94-95
  • Blogartikel „Unter natürlicher Einfluss in unseren Unternehmen“

Lernt Sprachen, Leute!

CSI Van in Miami Beach

Reisen bildet: Mal was anderes sehen

In ihrem Bericht “Shaping Talents“ von 2012 schreibt CEEMET (der europäische Verband der Metallindustrie), dass die Unternehmen zunehmend dazu übergehen, ihre Mitarbeiter nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch in Soft skills zu schulen. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Fremdsprachenausbildung, damit sich die Mitarbeiter in unterschiedlichen Kulturen zurecht  finden und Kunden, Wettbewerber und Lieferanten besser verstehen können.

In Deutschland ist die Fremdsprachenausbildung seit vielen Jahren gut entwickelt, und diese Tatsache ist meiner Ansicht nach zu einem großen Teil für die Exporterfolge der deutschen Wirtschaft verantwortlich. Die Kenntnisse in Englisch, Französisch oder Spanisch aus der Schule sind eine gute Basis, um auch im Beruf mit Fremdsprachen umzugehen. Aber jede Branche hat ihre eigene Fachsprache, die Branchenneulinge erst lernen müssen. Erst in der Muttersprache, dann in der oder den Fremdsprachen.

Bei der Erweiterung der eigenen Kenntnisse müssen wir aufpassen: Die meisten der Geschäftspartner, mit denen ich in meinem Berufsleben zu tun hatte, waren selbst keine Muttersprachler. Ich denke, das ist eine typische Situation und das kann dann dazu führen, dass wir falsche Redewendungen oder falsche grammatische Strukturen einüben, einfach weil wir sie stets und ständig hören oder in der Geschäftskorrespondenz lesen.

Ich hatte das Glück, am Anfang meines Berufslebens für unseren Vertreter in den USA zuständig zu sein, der mein Englisch ständig verbesserte und ein äußerst pingeliger Korrekturleser unserer Korrespondenz und sonstigen Texte war. Wer dieses Glück nicht hat, sollte sich einen Muttersprachler suchen, um die Sprache gleich richtig zu lernen. Optimal ist natürlich ein Aufenthalt in England, Australien, Kanada oder den USA, um die Englischkenntnisse zu verbessern.

Resien bildet - Schaffnerin in einem chinesischen Eisenbahnzug

Schaffnerin in einem chinesischen Eisenbahnzug

Tipp

Fragen Sie doch mal bei Ihren Vorgesetzten oder in der Personalabteilung nach, ob Sie ein zweiwöchiges oder auch längeres Praktikum in einer ausländischen Niederlassung machen dürfen. Das stärkt neben Ihren Sprachkenntnissen auch den Firmenzusammenhalt zwischen den verschiedenen Niederlassungen.

Die Karteikartenmethode

Vokabeln lernen gehört zum Sprachen lernen dazu. Um schnell den aktiven Wortschatz zu erweitern, ist für mich die Karteikartenmethode unschlagbar: Ich schreibe jeden Tag fünf Vokabeln auf eine Karteikarte und lerne diese Vokabeln an dem jeweiligen Tag. Dann kommt die Karte zurück in die Box. Einmal wöchentlich gehe ich die Karten durch und prüfe, ob ich die „alten“ Vokabeln auch noch kann. Wenn nicht, kommt die Karte wieder relativ weit nach vorn in den Stapel. Inden ersten Wochen gehe ich alle Karten durch, dann nur noch z.B. die ersten 20. Wenn Sie das ein halbes Jahr lang durchziehen, kommen Sie auf 900 Wörter, die Sie aktiv beherrschen. Die Bildzeitung kommt übrigens mit 1.500 Wörtern aus.

Professioneller Sprachunterricht

Auch wenn die Karteikartenmethode ein tolles Instrument ist, werden doch die wenigsten Menschen mit ihr erfolgreich sein, denn sie erfordert eine immense Selbstdisziplin. Für die meisten Mitmenschen wird daher immer noch ein Sprachlehrer einspringen müssen. Je nach Neigung und Geldbeutel gibt es überall unterschiedliche Angebote im Einzel- oder Gruppenunterricht. Am Besten wie gesagt mit muttersprachlichen Lehrkräften.

Berufschancen verbessern

Welche Methode Sie auch anwenden, Sie werden durch bessere Fremdsprachenkenntnisse auf jeden Fall Ihre Chancen im Beruf verbessern. Denn fast alle größeren Firmen haben heute Auslandskontakte, entweder auf der Kunden- oder der Lieferantenseite. Oder sie sind im Besitz eines ausländischen Konzerns oder haben selbst Tochterunternehmen im Ausland.

Mehr lesen:

Besprechungen müssen effektiver sein!

Sitzungen und Besprechungen sind heute wegen der arbeitsteiligen Arbeitsweise notwendiger denn je, aber sie sind auch gleichzeitig eine der größten Quellen von Zeitverschwendung.

Ein abgestimmtes Vorgehen ist wichtig um die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. Sonst werden schnell aus Beteiligten Betroffene. Auf der anderen Seite sitzen viele Leute in Besprechungen herum, ohne einen Beitrag zu leisten.

Leute, die dann aus Langeweile offensichtlich während der laufenden Besprechung etwas anderes tun, demotivieren und stören die anderen Teilnehmer. Deshalb nur die notwendigen Teilnehmer einladen. Und eine gelebte, für alle Teilnehmer verbindliche Gesprächskultur ist nötig.

Hierzu gehört auch das aktive Zuhören, wenn andere ihre Redebeiträge leisten.

Die Beziehungsebene

In Organsitionen gibt es nicht nur Freunde unter den Mitgliedern. Das muss auch nicht so sein. Aber ein sachlicher Umgang miteinander ist unbedingt erforderlich, wenn Sitzungen effektiv sein sollen. Häufig werden in Besprechungen Konflikte nur scheinbar auf der Sachebene ausgetragen. Oft geht es allerdings um Probleme auf der Beziehungsebene: Zwei oder mehr Teilnehmer haben Probleme miteinander, die mit den besprochenen Sachverhalten nichts zu tun haben: Ein Teilnehmer fühlt sich beispielsweise übergangen und findet im Nachhinein ständig Haare in der Suppe. Diese Probleme müssen dann auch auf der Beziehungsebene gelöst werden. Hier muss der Leiter der Besprechung ein Gespür entwickeln, wann es noch um die Sache oder bereits um Beziehungsprobleme geht.

Notfalls muss die Besprechung unterbrochen oder neu angesetzt werden, denn in einer „vergifteten“ Atmosphäre können keine Probleme gelöst werden.

Das heißt nicht, dass Sitzungen immer strikt sachlich sein müssen: Leidenschaftliche Diskussionen um die Lösung von Sachproblemen müssen unbedingt ihren Platz haben. Auch Humor ist nicht verkehrt, um Sitzungen aufzulockern.

Leitfaden für die Gesprächskultur:

Vorbereitung von Meetings

  • Bei regelmäßigen Sitzungen: Protokoll der letzten Sitzung lesen
  • Rechtzeitig einladen
  • Nur die notwendigen Personen einladen
  • Tagesordnung und Protokoll bei der Einladung beifügen
  • Auf die offenen Aktionspunkte hinweisen

Ablauf von Meetings

  • Pünktlich anfangen
  • Protokollführer bestimmen
  • Alle Telefone auf lautlos oder ganz abstellen
  • Aktionspunkte deutlich herausarbeiten (Was? Bis wann? Wer?) und in Maßnahmenplänen dokumentieren
  • Einander ausreden lassen
  • Pünktlich schließen

Nachbereitung

Nach dem Meeting ist vor dem Meeting. Deshalb

  • Protokoll und Maßnahmenplan schnell nach der Sitzung verteilen
  • Nachfassen bei den Aktionspunkten

 Maßnahmenpläne

Ein Maßnahmenplan besteht mindestens aus den folgenden Punkten:

  • Beschreibung der Maßnahme
  • Wer ist verantwortlich
  • Anfangstermin
  • Endtermin
  • Status

 Weiterlesen:

Selbstmanagement

Hamsterrad. Quelle: Wikimedia Commons, user:Doenertier82

Während wir uns im ersten Teil unserer Miniserie mit der Planung und Umsetzung von Vorhaben und Projekten beschäftigt haben, geht es heute um das Selbstmanagement.

Ein effektives Selbstmanagement ermöglicht es uns, selbstbestimmt zu arbeiten und „unser eigenes Spiel zu spielen“. Zielgerichtet den eigenen Arbeitstag zu strukturieren ist essentiell, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Es gibt heute alle möglichen Tools für PC und Smartphone, die uns bei der Erfüllung der Aufgaben der Selbstorganisation unterstützen. Welches sind die drei größten Aufgaben im Selbstmanagement?

* Die richtigen Dinge tun (priorisieren)
* Nichts Relevantes vergessen
* Nachfassen

 Priorisieren

Konsequentes Priorisieren bedeutet, Zeitfresser in der täglichen Arbeit soweit wie möglich zu eliminieren und die Dinge mit der größten Hebelwirkung zu identifizieren. Um erfolgreich zu priorisieren ist es zunächst nötig, eine Bestandsaufnahme zu machen. Was steht heute auf dem Plan und was ist davon wichtig?

Hierzu brauchen Sie

  • den Terminkalender
  • Ihre To-do-Liste
  • die Wiedervorlage
Zeitmanagement Matrix nach Stephen Covey

Zeitmanagement Matrix nach Stephen Covey

Ein hervorragendes Werkzeug beim Priorisieren ist die Zeitmanagement-Matrix. Wie oft haben Sie schon den Spruch gehört: „Das ist im Tagesgeschäft untergegangen…“. Wir müssen höllisch aufpassen, uns nicht von den unwichtigen, dringenden Dingen in Quadrant 3 von den Aktivitäten in den Quadranten 1 und 2 ablenken zu lassen. Gerade der Quadrant 2 enthält die für unsere weitere Entwicklung wichtigen Tätigkeiten. Da sie sich aber nicht durch eine Deadline aufdrängen laufen wir Gefahr, sie zu vernachlässigen. Die Gefahren sind, dass wir wichtige Zukunftschancen verpassen und langfristig ausbrennen, wenn wir Freizeit und Prävention vernachlässigen.

 

Das Hamsterrad vermeiden

Gerade in hektischen Zeiten müssen wir vermeiden, uns von den Zeitfressern in den Quadranten 3 und 4 dominieren zu lassen und konsequent delegieren oder auch liegenlassen.

Nichts Relevantes vergessen

Von den drei Aufgaben im Selbstmanagement ist dies sicherlich die Anspruchsvollste. Ich persönlich bin ein großer Feind der Zettelwirtschaft und ich bevorzuge einen Collegeblock, den ich während der Arbeit immer mit mir herumtrage. Täglich schreibe ich eine To-Do-Liste in diesen Block, die ich während des Tages abarbeite, aber auch um neue Punkte ergänze. Wenn ich wieder an meinem Arbeitsplatz bin, übertrage ich neue Punkte,die ich nicht heute abarbeiten kann oder will, in meine Wiedervorlage.

In diesen Collegeblock schreibe ich alle Notizen, Sitzungsmitschriften, Telefonnotizen, Skizzen, Ideen etc. und übertrage von dort falls nötig in andere Medien. In dem Block kann ich auch nachschlagen, wann ich wo war, auch wenn ich  den Zeitraum nur noch ungefähr weiß.

Nachfassen

Das Nachfassen ist eine der wichtigsten Aufgaben für Vorgesetzte und Verkäufer. Eine Aufgabe ist nicht damit erledigt, dass sie delegiert wurde. Genauso wenig ist der Auftrag im Hause, wenn das Angebot geschrieben wurde.

Im Berufsalltag sehe ich beim konsequenten Nachfassen und Verfolgen angefangener Dinge den größten Nachholbedarf. Viele Dinge werden angeschoben und nicht zu Ende gebracht. Oder delegiert und dann vergessen. Das ist eine eklatante Verschwendung von Ressourcen. Nachfassen bei sich selber und bei Mitarbeitern und Kollegen kann somit ungeahnte Produktivitätsreserven wecken.

Die Wiedervorlage

Als ich 1989 meinen ersten Job nach dem Studium antrat, wurde mir gleich am ersten Tag ein wichtiges Instrument des Selbstmanagements erklärt, das ich noch heute nutze: Die Wiedervorlage. Sie bestand aus 32 Hängeordnern. Die Hängeordner sind mit den Zahlen 1 bis 31 sowie „nächster Monat“ beschriftet. Noch heute benutze ich dieses System.

Beim Nachfassen ist die Wiedervorlage natürlich Gold wert: Sie legen den Vorgang auf Termin, und können den neuen Stand eintragen und für den nächsten Termin gleich vermerken, was dann gemacht werden soll. Heute arbeite ich natürlich auch viel mit dem Kalender im PC. Auch dort kann ich Erinnerungen oder Wiedervorlagen hinterlegen, so dass ich zu meinem größten Bedauern jetzt zweigleisig fahren muss. Aber nicht alle Vorgänge eignen sich zur Ablage im Kalender des PC, und umgekehrt will ich nicht alles ausdrucken, um ausschließlich mit meiner Papier-Wiedervorlage zu arbeiten.

Zumal ich die Wiedervorlage im PC auch dabeihabe, wenn ich unterwegs bin. Und auf Dienstreisen gibt es öfter mal die Möglichkeit, zwischendurch den einen oder anderen Telefonanruf zu tätigen.

Nachfassen zeigt Wertschätzung

Manchmal haben Mitarbeiter das Gefühl, dass sie Arbeiten erledigen müssen, zu denen der Vorgesetzte keine Lust hat. Wenn Sie nachfassen zeigen Sie damit, dass die Aufgabe sehr wohl für Sie wichtig ist. Beim Nachfassen erfragen Sie natürlich den aktuellen Status der Aufgabe. Und Sie haben die Möglichkeit zu loben, wenn die Aufgabe fertig ist oder zu coachen, wenn Schwierigkeiten aufgetaucht sind.

Unterbrechungen

Arbeitsunterbrechungen sind das größte Ärgernis für Mitarbeiter, war das Ergebnis einer Umfrage unter den Arbeitnehmern eines mittelständischen Industriebetriebs, die ich vor einigen Jahren durchgeführt habe. Dort war die wichtigste Quelle von Arbeitsunterbrechungen fehlender Materialnachschub.  Was sind die Gründe für Störungen und Unterbrechungen der Arbeit bei Ihnen? Es liegt an Ihnen, Unterbrechungen auf das unbedingt nötige Maß zu reduzieren. Sagen Sie doch einfach mal zu einem Anrufer: „Ich muss noch etwas fertigmachen und rufe Sie später zurück.“ Und bestehen Sie darauf, dass bei Meetings alle Telefone abgestellt werden.

Den eigenen Stil finden

Gerade beim Selbstmanagement müssen Sie Ihren eigenen Weg gehen. Behalten Sie Ihre Ziele im Auge, und probieren Sie verschiedene Instrumente aus. Behalten Sie diejenigen, die langfristig zu Ihnen passen. Selbstmanagement ist ein Marathon, kein Kurzstreckenlauf. Die Instrumente Ihres Selbstmanagements müssen Ihnen in Fleisch und Blut übergehen und zu Gewohnheiten werden.

Ich hasse Zeitmanagement

Projektpläne, Aufgabenlisten und Maßnahmenpläne sind ein Gräuel für mich. Viel lieber würde ich spontan arbeiten und auf die spontanen Ideen und Eindrücke eingehen, die jederzeit auf mich einströmen. Aber leider ist eine spontane Arbeitsweise absolut nicht effektiv: Gute Ideen sind keine Mangelware. Wir sehen es täglich: Es ist viel schwerer, Vorhaben erfolgreich umzusetzen als Ideen zu entwickeln. Eine professionelle Arbeitsweise verlangt eine gute Planung.

 

Eine effektive Arbeitsweise hat zwei Facetten:

 

  1. Vorhaben effektiv umsetzen
  2. Die eigene Arbeit managen

 

In diesem Artikel geht es um das erste Thema, über Selbstmanagement lesen Sie im nächsten Beitrag.

Projektplanung

Wie können wir Ideen und Vorhaben auf eine sichere Art und Weise realisieren? Organisieren Sie alles, was Sie beruflich oder privat anpacken als Projekt.

In diesen Einzelprojekten können Sie jede relevante Information in eine der folgenden drei Kategorien einteilen:

  • Maßnahmen
  • Ideenspeicher
  • Nützliche Informationen

 

Die wichtigste Kategorie sind hierbei die Maßnahmen. Alle nötigen Aktionen, die nicht in Maßnahmenplänen stehen und mit klaren Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Terminen versehen ist, wird  früher oder später vergessen. Dies gilt gerade für alle Vorhaben, an denen mehrere Menschen mitarbeiten.

 

Die Grundform eines Maßnahmenplanes ist relativ einfach und besteht aus den Spalten

  •  Nr.
  • Maßnahme
  • Verantwortlich
  • Starttermin
  • Endtermin

Durch die Nummerierung können Sie die Maßnahmen hierarchisch gliedern und ordnen.

Maßnahmen

Maßnahmen sind der wichtigste Teil der Umsetzung. Für eine Maßnahme darf immer nur eine Person verantwortlich sein. Und die Maßnahmen müssen klar terminiert sein.

 

Ideenspeicher

In jedem Projekt kommen in der Umsetzung weitere Punkte auf, die den Charakter von Maßnehmen haben, allerdings im Moment nicht umgesetzt werden sollen. Diese Ideen können aber später in diesem oder einem anderen Projekt eventuell weiterhelfen. Notieren Sie diese Ideen in einem separaten Verzeichnis.

Nützliche Informationen

In diesem Verzeichnis notieren Sie alle Informationen, die nicht direkt in Maßnahmen umgesetzt werden, aber eventuell für das Vorhaben auch relevant sind: Informationen über das Kundenunternehmen, rechtliche Rahmenbedingungen, Konkurrenzinformationen, Namen von Ansprechpartnern bei Partnerunternehmen etc.

 

Kreative Phasen

Beispiel für ein Mindmap mit einem fiktiven Marketingplan

Beispiel für ein Mindmap

Informationsüberflutung ist zu einem Modewort geworden ist und viele Berufstätige  schimpfen über die Überflutung mit E-Mails. Das heißt aber nicht, dass uns die nötigen Informationen von selbst zufliegen.

 

Kreativtechniken wie Mindmap oder Brainstorming sind weiterhin relevant. Eine bewusst eingeplante Phase der Kreativität speziell am Anfang eines Projektes oder eines Vorhabens ist sehr wichtig, bevor ein Maßnahmenplan geschrieben wird. Diese kreativen Phasen helfen uns, mehrere Facetten der Idee zu entdecken. Wenn wir uns zu früh auf einen Weg festlegen, dann übersehen wir vielleicht eine bessere Lösung.

 

Um alle Facetten eines Projektes zu erfassen, finde ich das Mindmap besonders effektiv. Sie haben nicht nur die einzelnen Arbeitspakete im Blick, sondern sehen auch die Zusammenhänge und die hierarchische Struktur der Aufgaben.

 

Effektivität geht vor Effizienz: Bevor Sie effizient einen Baum hochklettern müssen Sie sicher sein, dass es der richtige Baum ist! David Allen drückt es so aus: „Das erste Ziel bei der Aufgabenplanung ist es, alle Dinge zu erfassen, die getan werden müssen.“ Danach erst geht es darum, zu priorisieren.

 

 

Hindernisse überwinden

 Hier lesen Sie, wie Sie die Hindernisse überwinden, die sich auf Ihrem Weg befinden.

Weiterlesen

David Allen: Gettig Things Done – The art of stress-free productivity, ISBN 978-0-14-200028-1, New York, 2001

Scott Belsky: Making Ideas Happen, ISBN 978-1-59184-312-2, New York 2010

Schweigen ist Gold

Stressfaktor Camcorder

Stressfaktor Camcorder beim Vortrag

Viele Männer bringen ihre Frauen auf die Palme, weil sie bei Gesprächen über persönliche Dinge wie ihre Partnerschaft sprachlos sind und die Zähne nicht auseinander kriegen. Ehen und Partnerschaften kranken daran, dass Männer nicht über Gefühle reden und nicht zwischen den Zeilen lesen können. Das bringt Frauen schier zur Verzweiflung, denn sie brauchen den Austausch und das Gefühl, dass ihnen zumindest zugehört wird.

Wenn es dagegen um unpersönlichere Themen wie Autos, Hobbies und den Beruf geht, werden Männer auf einmal sehr gesprächig. In den meisten Köpfen spukt wahrscheinlich noch herum, dass Frauen doppelt so viele Wörter pro Tag reden wie Männer. Nach neueren Forschungen reden Frau und Männer aber gleich viel: Ungefähr 16.000 Wörter am Tag.

Während Schweigen also in bestimmten Situationen unangebracht ist und Konflikte verschärft, kann es in anderen Situationen sehr förderlich sein:

In Vortragssituationen zum Beispiel kommt das Schweigen meist viel zu kurz: Bei Firmenpräsentationen schütten die Referenten die Zuhörer unaufhörlich mit Fakten zu. Und in Rhetorikseminaren erlebe ich immer wieder, wie die Teilnehmer geradezu durch ihre Präsentationen hindurch sprinten: Die gefühlte Zeit ist offenbar viel länger als die tatsächlich vergangene. Besonders am Beginn des Seminars sind die Teilnehmer meist lange vor der gesetzten Deadline fertig. Und sie sind häufig der Meinung, die Zeit überzogen zu haben. Besonders krass ist dieses Phänomen, wenn der Vortrag auf Video aufgenommen wird. Denn der Camcorder wirkt offenbar stark Stress erhöhend.

Dass die Seminarteilnehmer schon vor der gesetzten Zeit fertig sind hat weniger damit zu tun, dass sie zu wenig Stoff bringen. Es liegt vielmehr daran, dass die Pausen fehlen. Ohne Pausen wirken viele Vorträge ermüdend, weil wir irgendwann das Gesagte nicht mehr aufnehmen können und nicht mehr mitkommen. Wohlgesetzte Pausen geben dem Zuhörer die Möglichkeit, den Vortrag zu verdauen und mitzudenken. Und ein Paar Sekunden Schweigen bringen Dramatik in den Vortrag. So können Sie den Spannungsbogen, den Sie mit Ihren Inhalten aufgebaut haben, wirksam unterstützen.

Und der Vortragende hat die Möglichkeit, seinen Blick über die Zuhörer schweifen zu lassen und zu prüfen, ob und wie das Gesagte bei ihnen angekommen ist.

Wie bei so vielen Dingen im Leben macht auch hier Übung den Meister: Bei meinen Rhetorikseminaren sind die Redepausen einer der fünf Punkte, die nach jedem Vortrag beim Feedback der Gruppe abgefragt werden. Und am Ende der Fortbildung ist dann meistens ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen.

 

Praxistipps:

  • Die Sekundenpause während eines Vortrages erhöht die Aufmerksamkeit
  • Machen Sie bei Präsentationen bewusst am Satzende eine Pause und schauen Sie in die Runde
  • Denken Sie in Gesprächen daran, dass auch Ihr Gesprächspartner mit Pausen arbeiten könnte und warten Sie ab, ob er auch wirklich am Ende seines Redebeitrages ist, bevor Sie selbst loslegen.

 Quellen

„Ohne Worte – Kommunikationsmittel Schweigen“ von Axel Gloger, in: Managerseminare 05/2012

Weiterlesen

Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure
Bringen Sie Spannung in Ihren Vortrag

Den Kundennutzen im Blick behalten

Kundennutzen über Produktmerkmale stellen

Kundennutzen schlägt Produktmerkmale

Völlig zu Recht sind wir stolz auf unsere Produkte. Wir haben viel Zeit und Geld in die Entwicklung gesteckt, tolle Prospekte gedruckt und eine schöne Website gebaut. Und wir möchten diese Begeisterung gern weitertragen.

Wie kommt es dann, dass unsere Kunden manchmal gelangweilt reagieren, wenn wir unsere Produkte erklären? Schon nach wenigen Minuten stellen wir fest, dass unser Gegenüber verstohlen zur Uhr schaut.

Häufig liegt ein solcher Gesprächsverlauf daran, dass wir zu fixiert auf die Merkmale unseres Produktes sind und den Kundennutzen aus den Augen verlieren. Dann sind wir in unserer Begeisterung am Ziel vorbei gelaufen. Ein erfahrener Kollege drückte es mal auf diese Art aus: „Ingenieure wollen immer ihr Wissen zeigen. So wird aus dem Verkaufsgespräch eine Vorlesung.“

An der Beziehung arbeiten

Waren Sie schon einmal bei einem Gespräch zwischen arabischen Geschäftsleuten dabei? Bevor es ums Business geht, sprechen sie erst mal über die Familie und andere private Angelegenheiten. Der Sinn ist, Harmonie auf der persönlichen Ebene herzustellen, auch wenn hinterher beinhart verhandelt wird. Die Geschäftspartner machen dadurch deutlich, dass sie auf den Ball und nicht auf den Mann zielen und finden einen deutlich positiveren Einstieg in das Gespräch.

Vertrauen aufbauen

Wenn Kunden nicht an Produktmerkmalen interessiert sind, woran sie denn sonst interessiert? Sie suchen eine Problemlösung. Und deshalb sollten bevor wir als Erstes herausfinden, welchen Herausforderungen unser Kunde gegenübersteht und welche Aufgaben sich daraus für den Einsatz unseres Produktes ableiten. Wenn wir diese Frage beantworten können, haben wir einen viel besseren Einstieg in das Gespräch und die Produktpräsentation. Wir können unsere Präsentation dann auf die Aspekte beschränken, die für unseren Kunden in seiner Situation wichtig sind. Wenn wir das Gespräch so aufbauen, sparen wir auch noch Zeit – unsere eigene und die unseres Kunden.

Eine besondere Rolle bei dieser Art der Gesprächsführung spielt das aktive Zuhören.

Aktiv Zuhören

Aktives Zuhören bedeutet, dass wir uns auch als Zuhörer aktiv am Gespräch beteiligen, indem wir Blickkontakt halten und durch unsere Stimme und Körperhaltung dem Gegenüber unsere Bereitschaft zum Zuhören signalisieren. Auch in Vier-Augen-Gesprächen wird ein Großteil der Informationen non-verbal (Gestik, Haltung, Blick, Stimme, Haltung) übertragen.

Und wir fragen nach, um den Anderen besser zu verstehen.

Wir hören aktiv zu, um den Anderen zu verstehen. Das hört sich zunächst trivial an. Oftmals hören wir aber in Gesprächssituationen nur zu, um unseren nächsten eigenen Gesprächsbeitrag vorzubereiten. Durch aktives Zuhören beugen wir Missverständnissen vor und können sie gegebenenfalls beseitigen.

Die Quittung

Bei der Feuerwehr lässt der Vorgesetzte den Befehlsempfänger den Befehl wiederholen. Wozu? Um sicher zu gehen, dass der Befehl verstanden wurde. Diese Quittung können und sollten wir auch im normalen Gespräch benutzen. Dies können Sie im Dialog z.B. durch die Frage tun: „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, …?“ Dann wiederholen Sie das Gesagte mit Ihren eigenen Worten.

Wir signalisieren damit, dass wir uns in den Anderen hineinversetzen und versuchen zu fühlen, was er fühlt und geben ihm mit unserer Antwort eine Quittung auf das von ihm Vorgetragene.

Bei Nachfragen ist es wichtig, dass wir wirklich auf den Anderen eingehen und seinen Standpunkt zu verstehen versuchen. Durch gezieltesNachfragen können wir ihm auch helfen, seine Gedanken und Gefühle auszudrücken und „auf den Punkt zu bringen“. Zum Beispiel, wenn wir fühlen, dass das Thema für unser Gegenüber unangenehm ist oder er selbst noch bewusst oder unbewusst nach einer Lösung für sein Problem sucht. Denken Sie daran: Wer fragt, der führt.

Aktives Zuhören verändert das ganze Gesprächsklima. Das Klima wird zunehmend positiv und konstruktiv, weil wir den jeweils Anderen ernst nehmen und unser Gesprächspartner das auch fühlt.

Vom Verkäufer zum Berater

Wenn wir das aktive Zuhören gut einsetzen, können wir mit unserem Gesprächspartner gemeinsam eine Lösung  finden, die zu unserem Kunden passt. Ein riesiger Unterschied zu Gesprächssituationen, in denen wir nur warten, bis der Andere mit seinem Redebeitrag „endlich fertig ist“ und wir endlich unseren eigenen fertigen Lösungsvorschlag bringen können.

Mit dieser Einstellung kommen wir aus der Rolle des Verkäufers, der ein Produkt verkaufen „muss“, in die Rolle des Beraters, der den Kunden bei der Kaufentscheidung unterstützt.

Versuchen Sie´s mal…

Weiterlesen:
Stephen R. Covey: The 7 habits of highly effective people
Was wir vom Mini und von McDonald´s lernen können

Einfach Präsentieren

Einfach präsentieren - Versuchungen widerstehen Iris Selke Coaching38

Einfach präsentieren - Versuchungen widerstehen

Einfach zu präsentieren heißt, der Versuchung zu widerstehen, uns hinter langen Listen von Bulletpoints, vollgepackten Folien, abgedroschenen Worthülsen und pompösen, nichtssagenden Fremdwörtern zu verstecken.
Stellen Sie sich mal vor, Sie hätten, und jetzt müssen Sie sehr stark sein – kein Powerpoint. Nur Sie, das Publikum – und natürlich Ihr Vortrag.
Denken Sie daran, dass 70% der Signale non-verbal übertragen werden: Blick, Stimme, Haltung, Gestik, Pausen sind sehr wichtig, um Ihren Zuhörern Sicherheit zu vermitteln. Und Sicherheit schafft Vertrauen. Und diese Sicherheit strahlen Sie am besten aus, wenn Sie auf möglichst viel verzichten, was Ihre Zuhörer von der Essenz Ihres Vortrages – der zentralen Idee – ablenkt.
Stellen Sie sich vor, Sie haben ein neues Vertriebsgebiet übertragen bekommen und Sie sollen eine Präsentation für die Vertriebsleiterin halten über Ihren Aktionsplan für  die ersten 90 Tage.
Was wollen Sie erreichen?
Das Vertrauen der Vertriebsleiterin gewinnen, dass Sie die richtige Wahl sind für die Stelle.

Was ist Ihre zentrale Idee?

Wir müssen in erster Linie die vorhandenen Kunden am Abwandern hindern.
Perfektion ist erreicht, wenn nichts mehr wegzunehmen ist. Dampfen Sie Ihren Vortrag ein auf einen einzigen Gedanken – Ihre zentrale Idee. Und nun arrangieren Sie Ihre Argumente und Fakten um diese zentrale Idee herum. Am besten, Sie nehmen ein Blatt Papier oder ein Flipchart. Sammeln Sie zunächst Ihre Gedankenzum Beispiel in einer Brainstorming-Phase und bringen Sie sie in eine logische Reihenfolge, bevor Sie Ihren Computer anstellen und und Folien entwerfen.

Was bedeutet Einfach Präsentieren?

Einfach zu präsentieren bedeutet, sich nicht zu verstecken:
  • Nicht hinter einer  Folienpräsentation mit vielen Aufzählungen
  • Nicht hinter einem Podium
  • Nicht in der Dunkelheit eines Vortragsraumes, in dem nur die Leinwand beleuchtet ist
  • Nicht hinter Worthülsen
  • Und vor Allem: Versuchen Sie, eine Verbindung zum Publikum aufzunehmen

Verbindung zum Publikum aufnehmen

Wenn Sie einfach präsentieren, geht es nicht in erster Linie darum, was Sie dem Publikum erzählen möchten.
Versuchen Sie sich bei der Vorbereitung in das Publikum hinein zu versetzen und fragen Sie sich, was das Publikum über das Thema Ihres Vortrages wissen möchte.

Zeigen Sie etwas von Ihrer Persönlichkeit

Harvey McKay schreibt in seinem Buch „Schwimm mit den Haien ohne lebending gefressen zu werden“: „Wenn du dein
Angebot mit deiner Persönlichkeit verknüpfst, wird dein Kunde auf deine Persönlichkeit reagieren.“ Das hat viel mit Vertrauen zu
tun. Scheuen Sie sich nicht, in Ihrem Vortrag auch Ihre persönliche Meinung, Ihren Standpunkt auszudrücken. Was hat das Thema mit Ihnen zu tun? Wie sind Sie betroffen durch das Thema? Was haben Sie selbst erlebt?

Aufrichtigkeit

Ihr Publikum hat einen besonderen Sinn dafür, Unehrlichkeit zu erkennen. Seien Sie aufrichtig in Ihrem
Vortrag. Tragen Sie nur Dinge vor, von denen Sie überzeugt sind.

Erzählen Sie Geschichten

Geschichten sind immer gut, weil sie die menschliche Seite zeigen. Die Zuhörer können sich mit den
handelnden Personen identifizieren und sehen die emotionale Seite des Themas.

Visualisieren Sie

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – diese alte Weisheit vergessen wir leider nur zu oft, wenn wir eine
Präsentation vorbereiten. Geschichten, Vergleiche und andere sprachliche Bilder sind wichtig, damit sich das Publikum das Gesagte
besser vorstellen kann und um Emotionen auszulösen und das Publikum so noch besser in den Vortrag einzubinden.

Achtsam präsentieren

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit nackten Füßen einen steinigen Strand entlang. Sie werden viel
vorsichtiger gehen und Ihre Umwelt – sprich – den Boden vor Ihnen aufmerksamer betrachten, als wenn Sie in Wanderschuhen unterwegs wären. Während der Präsentation geht es darum, dass Sie Ihr Publikum und seine Reaktionen aufmerksam betrachten. Wenn Sie in lauter fragende Gesichter schauen, sollten Sie das Tempo verlangsamen und eventuell im Thema etwas zurückgehen, um einige Punkte zu wiederholen. Wenn es die Situation zulässt, können Sie auch die Zuhörer fragen, ob etwas unklar geblieben ist. Sie halten die Präsentation für das Publikum und nicht für Sie. Nutzen Sie die Gelegenheit der Interaktion mit dem Publikum, um Informationen zu vermitteln, die vielleicht nicht im Handout stehen.

Körpersprache beachten

Dies ist ein Punkt, den Sie am besten in einem Seminar bearbeiten. Wie Sie auf andere wirken, probieren Sie
am besten aus. Es gibt viele Bücher über dieses Thema, aber meine Erfahrung ist, dass die beschriebenen Techniken den Leser eher
verunsichern, als dass sie ihm weiterhelfen. Das Feedback Ihres Trainers und der Gruppe sind sehr wichtig, um die Körpersprache zu
entwickeln. In der geschützten Atmosphäre eines Seminars können Sie auch verschiedene Dinge ausprobieren.

Spannung aufbauen

Sie können z.B. die PULS-Technik anwenden, um Ihrem Vortrag Struktur und einen Spannungsbogen zu
geben.
P – Problem → die Bestandskunden könnten abwandern
U – Ursache → Vertrauensverhältnis zum vorigen Vertriebsmitarbeiter
L – Lösung → Schnell Kontakt mit den Kunden aufnehmen nach Prioritäten
S – Sonstiges/Alternativen → Gedankenlos den Verkaufsplan des vorherigen Stellenihabers verfolgen
Iris Selke Coaching38

Einfach präsentieren - Verbindung zum Publikum aufbauen

Zusammenfassung

Mit einem sicheren Auftreten und einem Vortrag, der einem Spannungsbogen folgt, werden Sie die Zuhörer auch „einfach“ – ganz ohne Powerpoint – in Ihren Bann ziehen und überzeugen.
In unseren Seminaren und Coachings über Präsentationstechnik lernen Sie anhand von Kurzvorträgen und anderen Übungen, die Signale der Sicherheit auszustrahlen, Ihren Vortrag zu strukturieren und auch ohne Powerpoint zu visualisieren.
Fordern Sie gern unser Skript „Präsentationstechnik“  an: E-Mail: info@coaching-38.de

Weiterlesen:

Buch: Presentation Zen von Garr Reynolds
Buch: Harvey McKay:  Schwimm mit den Haien ohne lebendig gefressen zu werden