Viele Männer bringen ihre Frauen auf die Palme, weil sie bei Gesprächen über persönliche Dinge wie ihre Partnerschaft sprachlos sind und die Zähne nicht auseinander kriegen. Ehen und Partnerschaften kranken daran, dass Männer nicht über Gefühle reden und nicht zwischen den Zeilen lesen können. Das bringt Frauen schier zur Verzweiflung, denn sie brauchen den Austausch und das Gefühl, dass ihnen zumindest zugehört wird.
Wenn es dagegen um unpersönlichere Themen wie Autos, Hobbies und den Beruf geht, werden Männer auf einmal sehr gesprächig. In den meisten Köpfen spukt wahrscheinlich noch herum, dass Frauen doppelt so viele Wörter pro Tag reden wie Männer. Nach neueren Forschungen reden Frau und Männer aber gleich viel: Ungefähr 16.000 Wörter am Tag.
Während Schweigen also in bestimmten Situationen unangebracht ist und Konflikte verschärft, kann es in anderen Situationen sehr förderlich sein:
In Vortragssituationen zum Beispiel kommt das Schweigen meist viel zu kurz: Bei Firmenpräsentationen schütten die Referenten die Zuhörer unaufhörlich mit Fakten zu. Und in Rhetorikseminaren erlebe ich immer wieder, wie die Teilnehmer geradezu durch ihre Präsentationen hindurch sprinten: Die gefühlte Zeit ist offenbar viel länger als die tatsächlich vergangene. Besonders am Beginn des Seminars sind die Teilnehmer meist lange vor der gesetzten Deadline fertig. Und sie sind häufig der Meinung, die Zeit überzogen zu haben. Besonders krass ist dieses Phänomen, wenn der Vortrag auf Video aufgenommen wird. Denn der Camcorder wirkt offenbar stark Stress erhöhend.
Dass die Seminarteilnehmer schon vor der gesetzten Zeit fertig sind hat weniger damit zu tun, dass sie zu wenig Stoff bringen. Es liegt vielmehr daran, dass die Pausen fehlen. Ohne Pausen wirken viele Vorträge ermüdend, weil wir irgendwann das Gesagte nicht mehr aufnehmen können und nicht mehr mitkommen. Wohlgesetzte Pausen geben dem Zuhörer die Möglichkeit, den Vortrag zu verdauen und mitzudenken. Und ein Paar Sekunden Schweigen bringen Dramatik in den Vortrag. So können Sie den Spannungsbogen, den Sie mit Ihren Inhalten aufgebaut haben, wirksam unterstützen.
Und der Vortragende hat die Möglichkeit, seinen Blick über die Zuhörer schweifen zu lassen und zu prüfen, ob und wie das Gesagte bei ihnen angekommen ist.
Wie bei so vielen Dingen im Leben macht auch hier Übung den Meister: Bei meinen Rhetorikseminaren sind die Redepausen einer der fünf Punkte, die nach jedem Vortrag beim Feedback der Gruppe abgefragt werden. Und am Ende der Fortbildung ist dann meistens ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen.
Praxistipps:
- Die Sekundenpause während eines Vortrages erhöht die Aufmerksamkeit
- Machen Sie bei Präsentationen bewusst am Satzende eine Pause und schauen Sie in die Runde
- Denken Sie in Gesprächen daran, dass auch Ihr Gesprächspartner mit Pausen arbeiten könnte und warten Sie ab, ob er auch wirklich am Ende seines Redebeitrages ist, bevor Sie selbst loslegen.
Quellen
„Ohne Worte – Kommunikationsmittel Schweigen“ von Axel Gloger, in: Managerseminare 05/2012
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Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure
Bringen Sie Spannung in Ihren Vortrag
Völlig zu Recht sind wir stolz auf unsere Produkte. Wir haben viel Zeit und Geld in die Entwicklung gesteckt, tolle Prospekte gedruckt und eine schöne Website gebaut. Und wir möchten diese Begeisterung gern weitertragen.
Wie kommt es dann, dass unsere Kunden manchmal gelangweilt reagieren, wenn wir unsere Produkte erklären? Schon nach wenigen Minuten stellen wir fest, dass unser Gegenüber verstohlen zur Uhr schaut.
Häufig liegt ein solcher Gesprächsverlauf daran, dass wir zu fixiert auf die Merkmale unseres Produktes sind und den Kundennutzen aus den Augen verlieren. Dann sind wir in unserer Begeisterung am Ziel vorbei gelaufen. Ein erfahrener Kollege drückte es mal auf diese Art aus: “Ingenieure wollen immer ihr Wissen zeigen. So wird aus dem Verkaufsgespräch eine Vorlesung.”
An der Beziehung arbeiten
Waren Sie schon einmal bei einem Gespräch zwischen arabischen Geschäftsleuten dabei? Bevor es ums Business geht, sprechen sie erst mal über die Familie und andere private Angelegenheiten. Der Sinn ist, Harmonie auf der persönlichen Ebene herzustellen, auch wenn hinterher beinhart verhandelt wird. Die Geschäftspartner machen dadurch deutlich, dass sie auf den Ball und nicht auf den Mann zielen und finden einen deutlich positiveren Einstieg in das Gespräch.
Vertrauen aufbauen
Wenn Kunden nicht an Produktmerkmalen interessiert sind, woran sie denn sonst interessiert? Sie suchen eine Problemlösung. Und deshalb sollten bevor wir als Erstes herausfinden, welchen Herausforderungen unser Kunde gegenübersteht und welche Aufgaben sich daraus für den Einsatz unseres Produktes ableiten. Wenn wir diese Frage beantworten können, haben wir einen viel besseren Einstieg in das Gespräch und die Produktpräsentation. Wir können unsere Präsentation dann auf die Aspekte beschränken, die für unseren Kunden in seiner Situation wichtig sind. Wenn wir das Gespräch so aufbauen, sparen wir auch noch Zeit – unsere eigene und die unseres Kunden.
Eine besondere Rolle bei dieser Art der Gesprächsführung spielt das aktive Zuhören.
Aktiv Zuhören
Aktives Zuhören bedeutet, dass wir uns auch als Zuhörer aktiv am Gespräch beteiligen, indem wir Blickkontakt halten und durch unsere Stimme und Körperhaltung dem Gegenüber unsere Bereitschaft zum Zuhören signalisieren. Auch in Vier-Augen-Gesprächen wird ein Großteil der Informationen non-verbal (Gestik, Haltung, Blick, Stimme, Haltung) übertragen.
Und wir fragen nach, um den Anderen besser zu verstehen.
Wir hören aktiv zu, um den Anderen zu verstehen. Das hört sich zunächst trivial an. Oftmals hören wir aber in Gesprächssituationen nur zu, um unseren nächsten eigenen Gesprächsbeitrag vorzubereiten. Durch aktives Zuhören beugen wir Missverständnissen vor und können sie gegebenenfalls beseitigen.
Die Quittung
Bei der Feuerwehr lässt der Vorgesetzte den Befehlsempfänger den Befehl wiederholen. Wozu? Um sicher zu gehen, dass der Befehl verstanden wurde. Diese Quittung können und sollten wir auch im normalen Gespräch benutzen. Dies können Sie im Dialog z.B. durch die Frage tun: “Wenn ich Sie richtig verstanden habe, …?” Dann wiederholen Sie das Gesagte mit Ihren eigenen Worten.
Wir signalisieren damit, dass wir uns in den Anderen hineinversetzen und versuchen zu fühlen, was er fühlt und geben ihm mit unserer Antwort eine Quittung auf das von ihm Vorgetragene.
Bei Nachfragen ist es wichtig, dass wir wirklich auf den Anderen eingehen und seinen Standpunkt zu verstehen versuchen. Durch gezieltesNachfragen können wir ihm auch helfen, seine Gedanken und Gefühle auszudrücken und „auf den Punkt zu bringen“. Zum Beispiel, wenn wir fühlen, dass das Thema für unser Gegenüber unangenehm ist oder er selbst noch bewusst oder unbewusst nach einer Lösung für sein Problem sucht. Denken Sie daran: Wer fragt, der führt.
Aktives Zuhören verändert das ganze Gesprächsklima. Das Klima wird zunehmend positiv und konstruktiv, weil wir den jeweils Anderen ernst nehmen und unser Gesprächspartner das auch fühlt.
Vom Verkäufer zum Berater
Wenn wir das aktive Zuhören gut einsetzen, können wir mit unserem Gesprächspartner gemeinsam eine Lösung finden, die zu unserem Kunden passt. Ein riesiger Unterschied zu Gesprächssituationen, in denen wir nur warten, bis der Andere mit seinem Redebeitrag „endlich fertig ist“ und wir endlich unseren eigenen fertigen Lösungsvorschlag bringen können.
Mit dieser Einstellung kommen wir aus der Rolle des Verkäufers, der ein Produkt verkaufen „muss“, in die Rolle des Beraters, der den Kunden bei der Kaufentscheidung unterstützt.
Versuchen Sie´s mal…
Weiterlesen:
Stephen R. Covey: The 7 habits of highly effective people
Was wir vom Mini und von McDonald´s lernen können
Was ist Ihre zentrale Idee?
Was bedeutet Einfach Präsentieren?
- Nicht hinter einer Folienpräsentation mit vielen Aufzählungen
- Nicht hinter einem Podium
- Nicht in der Dunkelheit eines Vortragsraumes, in dem nur die Leinwand beleuchtet ist
- Nicht hinter Worthülsen
- Und vor Allem: Versuchen Sie, eine Verbindung zum Publikum aufzunehmen
Verbindung zum Publikum aufnehmen
Versuchen Sie sich bei der Vorbereitung in das Publikum hinein zu versetzen und fragen Sie sich, was das Publikum über das Thema Ihres Vortrages wissen möchte.
Zeigen Sie etwas von Ihrer Persönlichkeit
Angebot mit deiner Persönlichkeit verknüpfst, wird dein Kunde auf deine Persönlichkeit reagieren.“ Das hat viel mit Vertrauen zu
tun. Scheuen Sie sich nicht, in Ihrem Vortrag auch Ihre persönliche Meinung, Ihren Standpunkt auszudrücken. Was hat das Thema mit Ihnen zu tun? Wie sind Sie betroffen durch das Thema? Was haben Sie selbst erlebt?
Aufrichtigkeit
Vortrag. Tragen Sie nur Dinge vor, von denen Sie überzeugt sind.
Erzählen Sie Geschichten
handelnden Personen identifizieren und sehen die emotionale Seite des Themas.
Visualisieren Sie
Präsentation vorbereiten. Geschichten, Vergleiche und andere sprachliche Bilder sind wichtig, damit sich das Publikum das Gesagte
besser vorstellen kann und um Emotionen auszulösen und das Publikum so noch besser in den Vortrag einzubinden.
Achtsam präsentieren
vorsichtiger gehen und Ihre Umwelt – sprich – den Boden vor Ihnen aufmerksamer betrachten, als wenn Sie in Wanderschuhen unterwegs wären. Während der Präsentation geht es darum, dass Sie Ihr Publikum und seine Reaktionen aufmerksam betrachten. Wenn Sie in lauter fragende Gesichter schauen, sollten Sie das Tempo verlangsamen und eventuell im Thema etwas zurückgehen, um einige Punkte zu wiederholen. Wenn es die Situation zulässt, können Sie auch die Zuhörer fragen, ob etwas unklar geblieben ist. Sie halten die Präsentation für das Publikum und nicht für Sie. Nutzen Sie die Gelegenheit der Interaktion mit dem Publikum, um Informationen zu vermitteln, die vielleicht nicht im Handout stehen.
Körpersprache beachten
am besten aus. Es gibt viele Bücher über dieses Thema, aber meine Erfahrung ist, dass die beschriebenen Techniken den Leser eher
verunsichern, als dass sie ihm weiterhelfen. Das Feedback Ihres Trainers und der Gruppe sind sehr wichtig, um die Körpersprache zu
entwickeln. In der geschützten Atmosphäre eines Seminars können Sie auch verschiedene Dinge ausprobieren.
Spannung aufbauen
geben.
U – Ursache → Vertrauensverhältnis zum vorigen Vertriebsmitarbeiter
L – Lösung → Schnell Kontakt mit den Kunden aufnehmen nach Prioritäten
S – Sonstiges/Alternativen → Gedankenlos den Verkaufsplan des vorherigen Stellenihabers verfolgen
Zusammenfassung
Weiterlesen:
…klagte neulich ein Kollege, selbst Ingenieur. Wie kommt es, dass Steve Jobs fast zum Popstar wurde und der wahrscheinlich fähigere Techniker Steve Wozniak weitgehend unbekannt geblieben ist? Nun, Steve Jobs erkannte schnell, dass Technik kein Selbstzweck ist, sondern für den Käufer der Nutzen im Mittelpunkt seines Interesses steht. Technische Details und die technische Leistungsfähigkeit sind für die meisten Kunden nebensächlich und selbst bei High-Tech-Produkten oft nicht das ausschlaggebende Kaufargument. Und eine wirkungsvolle Präsentation der Produkte ist auch wichtig. Die Art der Vorstellung neuer Apple-Produkte durch Steve Jobs ist inzwischen legendär.
Technik muss dem Kunden nutzen
Auch der Mini von BMW kann sicher nicht mit überragenden technischen Kennzahlen glänzen. Trotzdem ist er als Neuwagen gefragt und erzielt auf dem Gebrauchtwagenmarkt Spitzenpreise. Sowohl beim iPhone als auch beim Mini haben die Marketingleute schon im Produktentwicklungsprozess eine wichtige Rolle gespielt: Es kommt darauf an zu erkennen, was die Kunden wollen und wofür sie Geld ausgeben. Und nun muss das Unternehmen Produkte entwickeln, die diesen Bedürfnissen entsprechen und sie effektiv anbieten.
Viele Techniker und Ingenieure die ich kenne bleiben aber verliebt in die Technik und konzentrieren sich bei Präsentationen auf technische Details, auf die sie sicher berechtigt stolz sind. In der Annahme, dass sich der Gesprächspartner für diese ebenso interessiert wie sie selbst.
Allerdings: In drei Jahren, in denen ich als Verkäufer potenzielle Käufer mit einem bestimmten Messgerät beglücken wollte, hat sich von den mehreren hundert Gesprächspartnern lediglich einer nach dem Funktionsprinzip und dem inneren Aufbau erkundigt. Vielmehr drehte sich die Diskussion in den allermeisten Fällen darum, welchen Nutzen das Gerät für den Kunden hat und wie er es am besten in seine vorhandene Infrastruktur integrieren kann.
Der Techniker als Lobbyist in eigener Sache
Übertragen auf das Berufsleben heißt das: Die Unternehmen brauchen dringend Ingenieure, die neben technischem Sachverstand auch kaufmännisch denken, unternehmerisch handeln und sich in ihre Kunden hineinversetzen können. Und das fängt beim eigenen Arbeitsumfeld, ja bei der Kleidung an. Wer vorn mitspielen will, kommt nicht in Shorts ins Büro und sitzt nicht mit Birkenstock-Sandalen hinterm Schreibtisch, auch nicht als Entwickler.
Es schadet auch nichts, an den soft skills zu arbeiten. Niemand wird als Ingenieur oder Techniker geboren, sondern hat eine lange Ausbildung durchlaufen. Und genauso wie es Regeln zum effektiven Konstruieren gibt, gibt es auch Regeln in der Gesprächsführung und beim Präsentieren. Und die können Sie auf die selbe Art lernen wie Konstruktionsregeln. Und wie beim Konstruieren gilt: Übung macht den Meister.
Wechseln Sie die Perspektive
Vertrauen Sie nicht auf eine Lobby von außen. Werden Sie stattdessen Ihre eigene Lobby. Wechseln Sie mal die Perspektive: Wenn SIE etwas von einem anderen wollen, fragen Sie sich, was ER will. Und dann entwickeln Sie einen Vorschlag, der beiden Parteien hilft. Diese win-win-Strategie ist eine fast unschlagbare Verhandlungstechnik.
Der Weg zur Erfüllung Ihre eigenen Ziele führt über die Erfüllung der Ziele Ihrer Kunden oder Vorgesetzten. Und die Kunst dabei ist, ein gesundes Gleichgewicht zwischen beiden Zieldimensionen anzustreben. Und die Fähigkeit, solche Lösungen zu entwickeln können Sie trainieren wie einen Muskel.
Mehr lesen:
Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure
Kommunikative Fähigkeiten
Ingenieure haben keine Lobby – Welt Online
Viele suchen sich dann neue persönliche Ziele im privaten Bereich und wenden mehr Zeit für Hobbies oder die Pflege von Freundschaften auf. Auf der anderen Seite fahren sie ihre berufliche Belastung herunter: „Downshifting“, zu Deutsch „Runterschalten“, wird immer populärer. Der Begriff hat es sogar schon in den Kölner „Tatort“ vom letzten Sonntag geschafft.
Neben den Berufstätigen, die bewusst und offen die Belastung herunterfahren, gibt es natürlich auch diejenigen, die nur innerlich kündigen und ihren Dienst nach Vorschrift versehen. Und leider gibt es immer mehr Beschäftigte, die durch berufliche Überlastung krank werden und mit Burnout-Symptomen reagieren.
Nur auf den ersten Blick sieht das Downshifting nach einer Bedrohung für das Unternehmen aus. Denn auch hier gibt es eine win-win-Situation. Die Unternehmen benötigen jetzt und in der Zukunft nicht nur an der Spitze gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte. Und Beschäftigte, die sich bewusst für ein Downshifting entschieden haben, werden nicht frustriert sein, wenn sie „ihren“ Platz gefunden haben und dann bei einer Beförderung „übergangen“ werden.
Wobei auch Führungskräfte inzwischen durchaus in Teilzeit arbeiten können. Im Übrigen ist es ja ein Irrglaube, dass derjenige am produktivsten ist, der die längste Zeit im Betrieb zubringt. Das Gegenteil ist eher der Fall.
Die Herausforderung für die Vorgesetzten ist also, zunächst die wirkliche Motivation und die persönlichen Ziele der Mitarbeiter zu erkennen. Dann sollten Mitarbeiter und Vorgesetzter gemeinsam einen Karriereweg suchen, der sowohl die Ziele des Beschäftigten als auch des Unternehmens unter einen Hut bringt. Die Führungskräfte müssen sich dabei der Gefahr bewusst sein, dass sie die eigenen Karriereziele in die Mitarbeiter hinein projizieren (Self-Hugging) und stillschweigend voraussetzen, dass ihre Mitarbeiter im Prinzip die gleichen Ziele verfolgen wie sie selbst.
Fazit:
Für immer mehr Beschäftigte geht die Gleichung Weniger Arbeit = Mehr Lebensqualität auf, und die Unternehmen tun gut daran, diese Haltung zu akzeptieren, und mit den Mitarbeitern Karrierewege zu entwickeln, die beiden Seiten gerecht werden.
Mehr lesen:
Runterschalten!: Selbstbestimmt arbeiten – gelassener leben von Wiebke Sponagel
1. Setzen Sie sich „smarte“ Ziele bei den Vorsätzen fürs neue Jahr
S spezifisch
M messbar
A aktionsorientiert
R realistisch
T terminiert
2. Machen Sie IHRE Ziele zu Vorsätzen.
Wenn Sie Ziele von Anderen, Ihrem Mann, Ihrer Frau, Freundin oder so zu Vorsätzen machen, vergessen Sie das Projekt lieber gleich. Denn nur wenn Sie selbst 100% dahinterstehen, motiviert Sie das Ziel.
3. Meilensteine setzen
Setzen Sie sich Zwischenziele, an denen Sie feststellen können, ob Sie noch auf dem richtigen Kurs sind. Auch die Zwischenziele müssen messbar und terminiert sein.
4. Koalitionen bilden
Wenn eine Kollegin oder ein Bekannter mitzieht und sich das gleiche Ziel setzt, können Sie sich gegenseitig auf dem Weg bestärken und durch Motiviationstiefen ziehen. Letztes Jahr haben sich zwei Kolleginnen aus der Personalabteilung vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie saßen auch noch im gleichen Büro, haben sich gegenseitig von ihrem Erfolg erzählt und sie haben das erste Jahr durchgehalten.
5. Was könnte im Wege stehen?
Machen Sie auch klar, dass Sie sich im Dienste der Erreichung Ihres Ziels auch von liebgewordenen Gewohnheiten verabschieden müssen. Wenn Sie immer nach der Frühstückspause eine Zigarette mit Ihren Kollegen geraucht haben, meiden Sie die Raucherecke eine Zeitlang, bis Sie in Ihrer neuen Gewohnheit des Nichtrauchens gefestigt sind.
Was sind Ihre Stolpersteine oder was könnten sie sein? Das Wissen darum lässt Sie auch kleine oder große Tiefen überwinden und Sie halten besser durch.
6. Fangen Sie gleich an
Gehen Sie Ihr Vorhaben so schnell wie möglich an, und nutzen Sie die augenblickliche Motivation, um einen Anfang in Richtung auf Ihr Ziel zu machen: Sehen Sie zu, dass Ihr Vorhaben so bald wie möglich zu einer Gewohnheit wird.
7. Schriftlich fixieren
So sind Sie sicher, dass Sie sich nicht selbst ein Schnippchen schlagen.
8. Nicht zuviel
Sie werden nicht mit einem Schlag reich und schön werden. Muten Sie sich nicht zuviel zu, sonst werden Sie schnell mutlos.
Self hugging oder Selbstumarmung ist die natürliche Tendenz anzunehmen, dass unsere Werte das größte Glück nicht nur für uns selbst, sondern potenziell für alle sind“ schreibt Steven Reiss in einem Artikel für Psychology Today. Nicht alle Menschen haben die gleiche Motivationsstruktur. Was zunächst banal klingt, hat erhebliche Auswirkungen im betrieblichen Alltag. Beispielsweise reagieren viele Chefs mit Unverständnis, wenn ihre Mitarbeiter nicht genauso begeistert Veränderungsprozesse in ihrem Unternehmen oder ihrer Organisation begleiten wie sie selbst.
Was ist passiert? Der Chef ist in die Falle des Self Hugging getappt und schließt von sich und seiner eigenen Motivation nahtlos auf die vermeintlichen Bedürfnisse seiner Mitarbeiter. Während aber der Chef die Veränderungsprozesse in Gang setzt und für sich als Mittel zur Selbstverwirklichung sieht, sehen die betroffenen Mitarbeiter sich durch die Veränderungen in ihrem Sicherheitsbedürfnis bedroht.
Denn Struktur gibt Sicherheit, und wenn die Struktur sich ändert, fällt ein Stück Sicherheit weg. „Die Welt um mein Unternehmen ändert sich, und deshalb muss sich auch mein Unternehmen (meine Organisation) ändern. Wie kommt es, dass meine Mitarbeiter neue Organisationsformen ablehnen?“, fragen mich zuweilen Manager beim Coaching. Nun, Mitarbeiter ziehen im Allgemeinen mit, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind:
Sie wissen, was von Ihnen erwartet wird.
Sie können ihre neuen Pflichten erfüllen.
Sie wollen die Veränderung und sehen einen Sinn darin.
Wissen
Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Mitarbeiter mindestens wissen, welchen neuen Herausforderungen sie gegenüber stehen und was genau von Ihnen erwartet wird. In der Praxis jedoch scheitern Veränderungsprozesse oft schon an diesem vermeintlich einfachen Schritt.
Können
Haben die Mitarbeiter die nötige Ausbildung oder benötigen sie eventuell noch eine Fortbildung, um ihre neuen Aufgaben erfüllen zu können. Wie ist die Einarbeitung geregelt?
Wollen
Die Mitarbeiter werden sich neuen Herausforderungen gern stellen, wenn sie dadurch ihre eigenen Ziele erreichen können. Auch wenn wir den Mitarbeitern genau erzählen, was wir von ihnen erwarten und wir sicher sind, dass sie die nötigen Qualifikationen haben, werden sie häufig nicht mitziehen, wenn sie den Sinn der Veränderungen für sie selbst nicht erkennen. Hier hilft es, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen und die Mitarbeiter an den Veränderungsprozessen zu beteiligen. Die Führungskräfte sollten sich darauf beschränken, die Ziele vorzugeben und die nötigen Maßnahmen durch die Mitarbeiter ausarbeiten lassen. Dies hat gleich mehrere Vorteile:
- Entlastung der Führungskraft
- Bessere Identifikation der Mitarbeiter mit den Maßnahmen
- Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
- Bessere Qualität der Entscheidungen und damit höhere Produktivität, da die Mitarbeiter im
Allgemeinen besser über ihr Arbeitsgebiet Bescheid wissen als die Vorgesetzten
Besonders der letzte Punkt ist häufig für Vorgesetzte schwer zu akzeptieren. Aber heute im Zeitalter der Wissensökonomie „werden zunehmend gut ausgebildete Arbeitskräfte eingesetzt, die auf Basis einer qualifizierten Fachausbildung eigenverantwortlich und selbständig entscheiden und handeln können“ (Cernavin, Ebert, Keller, 2007). Und das know how entwickelt sich in vielen Branchen derart rasant, dass die Vorgesetzten schnell den Kontakt zum Stand der Technik verlieren, wenn sie sich eine Zeitlang mit Führungsaufgaben beschäftigt haben und nicht mehr so häufig an Fachfortbildungen teilnehmen.
Wenn die Mitarbeiter an den Veränderungen maßgeblich beteiligt sind, haben die Vorgesetzten die Chance, echte Win-Win-Situationen zu schaffen. Und die längere Zeit bei der Ausarbeitung der Maßnahmen wird bei Weitem aufgewogen durch die gesparte Zeit bei der Umsetzung und vor Allem durch ersparte Diskussionen.
Der Rat an die Führungskräfte ist also, einfach mal loszulassen und auf die Fachkenntnis der Mitarbeiter zu vertrauen. Die Mitarbeiter werden das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen. Natürlich muss die Führungskraft den Prozess begleiten und die Mitarbeiter entweder selbst oder durch einen externen Berater coachen, wenn der Prozess ins Stocken gerät oder unerwartete Schwierigkeiten auftauchen.
Quellen:
Steven Reiss: http://www.psychologytoday.com/blog/who-we-are/201002/self-hugging-believing-your-values-can-make-others-happy
Oleg Cernavin, Bärbel Ebert, Stefan Keller – Service Engineering und Prävention – Innovationsstrategie für die Dienstleistung Prävention. Wiesbaden 2007
Lesen Sie hier, wie eine intakte Unternehmenskultur Ihrem Geschäft auf die Sprünge hilft
In dem Personalgespräch stritt sie zwar ab, dass sie sich so verhält, verhielt sich aber auf genau die Weise, die ihre Kollegen so massiv auf die Palme brachte. Die Mitarbeiterin aus dem Personalbüro unterbrach die hitzige Diskussion und die Rechtfertigungsschleifen mit der einfachen Frage: Darf ich Ihnen Feeedback geben? und schilderte ihre Eindrücke aus dem eben geführten Gespräch. Damit war die Hitze aus der Diskussion genommen, die gegenseitigen Vorwürfe und Rechtfertigungen waren beendet mit diesem kleinen Ausflug auf die Ebene der Meta-Kommunikation. Und die Mitarbeiterin bekam den Spiegel vorgehalten.
Es gibt einige Feedback-Regeln, die Sie beachten sollten, um Feedback möglichst effektiv sein zu lassen. Frühzeitiges Feedback kann Ihnen helfen, Situationen zu entschärfen, ein Aufschaukeln negativer Emotionen zu vermeiden und insgesamt zu einer angenehmeren Arbeitsatmosphäre beizutragen. Und last but not least hilft das Feedback Ihrer Gesprächspartner Ihnen auch besser einzuschätzen, wie Sie auf Ihre Umgebung wirken. Und damit haben Sie Ansätze, an sich zu arbeiten.
Erbitten Sie Feedback in möglichst vielen Situationen und geben Sie aktiv Feedback. Beim Geben sollten Sie wie in dem Beispiel die Genehmigung Ihres Gesprächspartners erbitten.
Fragen Sie doch am Ende von Besprechungen, ob die Teilnehmer ihre Gesprächsziele verwirklicht sehen, was ihnen gefallen hat und was verbessert werden kann. Das gibt Ihnen wertvolle Hinweise für die Gestaltung der nächsten Meetings.
Machen Sie es sich zur Regel, mit positiven Punkten anzufangen, wenn Sie selbst Feedback geben. So zeigen Sie Ihre Wertschätzung gegenüber Ihrem Gesprächspartner.
Sie sehen, Feedback ist viel mehr, als den „Gefällt mir“ Button auf Facebook zu klicken. Auch wenn das eine in letzter Zeit sehr beliebte Form des Feedbacks ist. Und Feedback in Form des „Gefällt mir“ Buttons zeigt uns: Kritik oder Feedback muss nicht immer weh tun, sondern sollte in erster Linie aufbauend sein.
Praktische Übung
Fangen Sie doch gleich mit dem Feedback geben an, und hinterlassen Sie unten einen Kommentar
.
Mehr lesen
Blog-Artikel über verschiedene Arten des Feedbacks: http://dabo57.wordpress.com/2011/12/02/ber-feedback/
von dem US-Autor Michael E. Gerber ist auf eine altmodische Weise sympathisch: Keine Diagramme oder Grafiken, wenige Listen mit Bulletpoints. Vielmehr eine zusammenhängende Geschichte, die sich durch das ganze Buch zieht: Anhand des Kleinunternehmens “All about Pies” erklärt der Autor seine Philosophie. Abgesehen von der manchmal etwas störend betulichen Erzählweise des altersweisen Autors bietet das Buch eine Menge Inspiration zur Führung von kleinen Unternehmen:
1. Die verschiedenen Rollen des Unternehmers.
Der zukunftsgerichtete Enterpreneur, der immer den neuen Entwicklungen auf Kundenseite nachspürt und im Hinblick auf das eigene Unternehmen analysiert. Der vergangenheitsorientierte Manager, der Prozesse strukturiert, Gesetzmäßigkeiten anhand der Zahlen aus der Buhhaltung erkennt und Ordnung im Unternehmen hält. Und der im Hier und Jetzt agierende Techniker, der mit den technischen Fragen der Produktrealisierung beschäftigt ist.
2. Warum McDonald auch als Vorbild für Kleinunternehmen taugt
Viele Selbständige haben das zutreffende Gefühl “Wenn ich nicht hier bin, läuft in meinem Laden alles verkehrt”. Und warum ist dieses Gefühl zutreffend? Weil – gemäß dem Buch – die Angestellten nicht genau wissen, was zu tun ist, weil die Unternehmensprozesse unzureichend beschrieben und dokumentiert sind. Genau das ist das Erfolgsgeheimnis des Franchise-Konzepts von McDonald – die Prozesse sind so genau beschrieben, dass sie nach kurzer Einarbeitungszeit von Ungelernten beherrscht werden. Jeder weiß genau, was seine Aufgabe ist und was er von seinen Kollegen erwarten kann. So solle – so das Buch – auch jeder Selbständige sein Unternehmen beschreiben, selbst wenn er keine Franchise-Kette aufziehen will.
Auch wenn am Anfang der Name des Unternehmers in jedem Kästchen des Organigramms steht, kann er bei anstehenden Neueinstellungen den Kandidaten genau erklären, für welche Funktion und mit welchen Aufgaben sie oder er eingestellt werden soll. Dies entlastet den Unternehmer davon, im Arbeitsalltag immer wieder neue ad-hoc-Lösungen zu finden und führt letztendlich auch zu höherer Kundenzufriedenheit, da der Kunde ein reproduzierbares Arbeitsergebnis auf einem definierten Qualitätsstandard erhält.
Fazit
Der erfolgreiche Unternehmer ist also kein Supermann, der auf wundersame Weise viele Bälle gleichzeitig jongliert, sondern jemand, der seine Stärken kennt und sich dort Hilfe holt, wo er selbst Defizite hat. Denn mehrere Rollen müssen besetzt werden, um langfristig Profite zu erwirtschaften und am Markt zu bleiben.
Gern sind wir Ihnen behilflich, um Ihr ganz persönliches Profil zu erarbeiten.
Vorträge sind interessanter für das Publikum, wenn das Spannungsniveau im Verlauf des Vortrags variiert. Während bloße Aufzählungen von Produkteigenschaften leicht ermüdend wirken, bewirkt ein nach den Regeln der Dramaturgie geschickt aufgebauter Spannungsbogen, dass wir dem Vortrag gespannt folgen.
Dramaturgie ist in unserer Vorstellung jedoch eher im Bereich Theater oder Film angesiedelt als im Bereich der Präsentationstechnik, und deshalb beschäftigen wir uns im Allgemeinen nicht damit. Gibt es denn Techniken, die relativ schnell erlernbar sind und uns helfen, unsere Vorträge interessanter zu machen?
Ja, die gibt es. Eine dieser Techniken ist die PULS-Technik (siehe auch G. Richard Shell und Mario Moussa: The Art of Woo, Penguin Books, 2007).
Mit der PULS-Technik bauen Sie einen Spannungsbogen im Vortrag auf, indem Sie ein den Zuhörern bekanntes Problem darstellen und das Publikum über die Ursache zur Lösung führen.
P Problem
U Ursache
L Lösung
S Sonstiges / Alternativen
So funktioniert die Technik:
P Problem
Greifen Sie ein Problem auf, das Ihre Zuhörerschaft kennt, und das für sie im täglichen (Arbeits-) Leben relevant ist. Nehmen Sie dabei die Perspektive Ihres Publikums ein. Es geht hier nicht um Ihre Probleme, sondern um die Ihres Publikums.
Zitate sind eine sehr gute Möglichkeit, diesen Punkt darzustellen.
U Ursache
Gehen Sie den Ursachen des Problems auf den Grund und denken Sie bei der Auflistung der Punkte schon an die Lösung, die Sie anschließend präsentieren.
L Lösung
Präsentieren Sie die Lösung für das Problem Ihrer Zuhörer, und knüpfen sie dabei an die Punkte an, die Sie im vorherigen Abschnitt präsentiert haben.
S Sonstiges / Alternativen
Stellen Sie hier alternative Lösungsansätze vor, die Sie vielleicht im Verlauf der Untersuchung oder Produktentwicklung erwogen haben, aber schließlich verwerfen mussten, weil Sie ja nun die ultimative Lösung gefunden haben. Vielleicht benutzt ja einer Ihrer Marktbegleiter immer noch einen dieser suboptimalen Lösungsansätze?
Beispiel:
| P | Dr. Peter Zahn aus der Zahnweiß-Forschung erklärt: „Zahnbelege sind ein ernstes Problem“ |
| U | Die Ursache ist oft das ungenügende Putzen der Zähne. Hier geht es sowohl um die Dauer als auch um die angewandte Technik. Es werden Zahnbereiche ausgelassen, in denen Zahnbelege auftreten. |
| L | Wir haben deshalb eine neue elektrische Zahnbürste entwickelt mit einem automatischen Timer. Die Bürste schaltet sich automatisch nach Erreichen der vorgegebenen Putzzeit aus. Zudem bewegt sich der Bürstenkopf, um ein optimales Putzergebnis zu erzielen. |
| S | Manuelles Putzen wird oft zu schnell beendet und die Bürste wird auch nicht in der optimalen Weise über die Zähne geführt. Auch ältere elektrische Zahnbürsten erreichen bei Weitem nicht die Putzergebnisse unserer Neuentwicklung. |
Die PULS-Technik können Sie als Checkliste verwenden, um einen Spannungsbogen in Ihrem Vortrag aufzubauen. Sie können sie sogar mehrfach in einer Präsentation verwenden. Einer der großen Vorteile ist, dass diese Technik schnell erlernbar ist. Außerdem nehmen Sie bei der Formulierung des Problems automatisch die Perspektive Ihrer Zuhörer ein und formulieren das Problem aus ihrer Sicht.
Lesen Sie mehr über die PULS-Technik und andere Tipps und Tricks in unserem Skript, dass Sie kostenlos per Mail bei uns anfordern können:
B. Stolte: Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure. Umfang: 12 Seiten
E-Mail: info@coaching-38.de
Weiterlesen: Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure









